Bang Niang, Nang Thong Beach: Strände in Khao Lak
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Khao Lak - Paradies für Naturfreunde
Der rund 25 Kilometer lange Küstenabschnitt Khao (Berg) Lak (Pfahl) liegt an der Andamanensee in der Provinz Phang Nga (siehe Karte). Durch das gleichnamige Dorf Khao Lak (auch Khaolak) an den südlichen Hängen der Bergkette führt der Highway Nummer 4 (H 4), der Bangkok mit den Städten Phuket, Trang oder Hat Yai verbindet. Zur Region gehören neben Khao Lak die Dörfer La On, Bang Niang, Khuk Khak, Bangsak und das Korallenkap (Coral Cape oder Laem Pakarang) im Norden.
Bang Niang Beach
Der etwa zwei Kilometer lange Bang Niang Beach.
An dem circa zwei Kilometer langen Bang Niang Beach (auch Bangniang Beach) mit seinem feinen, weiß-beigefarbenen Sand verbringen sowohl Pauschalreisende als auch Individualtouristen ihren Urlaub. Von hier aus könnt ihr kilometerweite Strandwanderungen unternehmen. Baden ist sowohl bei Ebbe als auch bei Flut und in der Monsunzeit möglich. Der Bang Niang Strand wurde durch den Tsunami am 26. Dezember 2004 komplett verwüstet. Fast alle Hotels, Bungalows und Restaurants fielen den Flutwellen zum Opfer. Auch hat die Vegetation stark gelitten. Der einst üppige Baum- und Palmenbestand hat sich stark gelichtet. Für Ersatz ist zwar längst gesorgt, doch wird es wohl noch eine Weile dauern, bis die jungen Bäume ihre Höhe erreicht haben.
Weitaus schneller schießen Resorts und Restaurants aus dem Boden. Dies tut der durch die Naturkatastrophe gebeutelten Region zwar einerseits gut, da sie mehr als je zuvor auf den Tourismus als Einnahmequelle angewiesen ist. Andererseits ist die Zahl der Touristen mittlerweile so gestiegen, dass im Frühjahr 2008 am Bang Niang Beach und den angrenzenden Stränden kleine Völkerwanderungen zu beobachten waren.
Und es wird weiter gebaut. Auf sämtlichen Brachen sind Planierraupen im Einsatz. An der Verbindungsstraße vom Bang Niang Beach zum Highway 4 ist in weniger als einem Jahr eine neue Ladenzeile entstanden. Die Kundschaft steht bereits vor der Tür. Denn Hotels wie das Ramada Resort Khao Lak und das Mukdara Beach Villa und Spa Resort verfügen immerhin über 80 bis 148 Zimmer. Ein Geheimtipp zwischen all den großen Hotelanlagen ist "New Sita Garden" mit nur fünf Bungalows. Allerdings können die komfortabel ausgestatteten Steinhäuser oberhalb der Strandes über Monate im Voraus ausgebucht sein. Weitere Resorts findet ihr in der Hotelliste.
Essen am Bang Niang Beach
Am Bang Niang Beach und an der Straße zum H 4 gibt es mittlerweile zahlreiche Restaurants. Stets gut besucht ist direkt am Strand das "Coconut Grove", das bereits vor dem Tsunami an anderer Stelle existierte. Früher wie heute ist der Service in Männerhand. Zwar verstehen die Jungs, die die Gäste bedienen, kaum Englisch und wirken mitunter gelangweilt, doch klappt der Service in der Regel einwandfrei.
Allerdings erinnere ich mich, vor dem Tsunami im "Coconut Grove" besser gegessen zu haben. Bei meinem letzten Aufenthalt im Frühjahr 2008 waren manche Thai-Gerichte wie z. B. Hühnchenfleisch mit Cashew-Kernen mit viel zu viel Fett zubereitet. Die Preise für Hauptgerichte liegen wie in den meisten anderen Restaurants bei etwa 100 Baht (2 Euro). Die Zeiten, in denen Essen zwischen 30 und maximal 70 Baht gekostet haben, sind nicht nur in Khao Lak längst vorbei.
Ebenso gut wie 2007 war auch ein Jahr später das Essen im "Amanusa"-Restaurant. Das "Amanusa" liegt vom "Coconut-Grove" aus gesehen ein paar hundert Meter weiter Richtung Coral Cape. Gegessen wird entweder auf der sehr schönen Terrasse, die leicht erhöht über dem Strand liegt, oder unter einem Bambusdach. Das Saté kam bereits abgelöst vom Spieß mit frischem Ingwer und Zitronengras daher und schmeckte vorzüglich. Die Nudelsuppe dagegen war leider ein wenig fad. Neben thailändischen Gerichten stehen im "Amanusa" auch indische Speisen auf der Karte. Ein Plus: Die Bedienung ist überaus aufmerksam. Preise für Hauptgerichte: 100 bis 120 Baht.
Wer die üblichen Eierspeisen und Marmeladen-Toasts zum Frühstück satt hat, kann sich im "The Beach" neben dem "Cococnut Grove" ein reichhaltiges deutsches bzw. österreichisches Frühstück mit Brötchen, Wurst und Käse servieren lassen.
Touristen mit Gelüsten nach heimischer Kost kommen auch im im österreichischen Stempfer-Café ein paar Kilometer weiter am H4 auf ihre Kosten. Hier stehen neben Sahne-Torten und Obstkuchen auch Eisbecher mit Früchten und Schokoguss auf der Karte.
Nach vier Wochen Thai Food "Hefe" und Pizza.
Leckere Steinofen-Pizza gibt’s im "Pinocchio" an der Straße vom Bang Niang Beach zum H 4. Preis: ab 230 Baht. Wie die Pizzen werden auch Minestrone, Nudelgerichte und Calamari fritti von thailändischen Köchen unter der strengen Aufsicht des Chefs zubereitet. Ein etwas ungewohnter Anblick, die thailändischen Jungs mit Kochmütze am Pizzaofen stehen zu sehen. Das Konzept des Restaurantbesitzers aus Neapel geht jedenfalls auf: Das "Pinocchio" ist bereits ab 19 Uhr gut besucht. Wer keinen Tisch reserviert hat, steht am Eingang Schlange. Nicht zuletzt punktet das "Pinocchio" mit italienischen Import-Weinen und Weißbier. Die Preise für Essen und Getränke entsprechen europäischem Standard.
Günstig dagegen sind die sehr schmackhaften Thai-Gerichte in "Mama’s Restaurant" am H 4 direkt am Wochenmarkt. Für 245 Baht (rund 5 Euro) gab es Papayasalat mit Garnelen, Lab Gai (lauwarmer Hähnchensalat), Cashewnut-Salat mit Meresfrüchten, dazu vier Dosen Cola. Die Portionen waren reichhaltig und angenehm pikant.
Strandwanderung zum Coral Cape
Der Bang Niang Beach ist guter Ausgangspunkt für kilometerweite Wanderungen entlang an weißen, weiten Sandstränden. Der sieben Kilometer lange Fußmarsch Richtung Norden zum Coral Cape (Laem Pakarang) dauert etwa zwei Stunden. Es empfiehlt sich, bereits am frühen Morgen loszuwandern, da es ab etwa 11 Uhr vormittags in der prallen Sonne sehr heiß werden kann. Auch solltet ihr ausreichend Wasser, Sonnenschutz und möglichst festes Schuhwerk dabei haben.
Bereits nach etwa zehn bis 15 Minuten habt ihr sämtliche Hotels und Restaurants hinter euch gelassen. Nach einer Flussmündung (das Wasser kann je nach Gezeiten brusthoch sein) führt der Weg am weitgehend unbebauten Khuk Khak Beach entlang. Bei Ebbe ist der weiße Sandstrand beinahe so breit wie ein Volleyballfeld.
Für eine Erfrischungspause bietet sich die Poolbar des sehr schönen und von allem Trubel abgelegenen Andamania Beach Resorts an. Das Andamania Beach Resort hat 51 komfortabel ausgestattete Zimmer mit großzügig geschnittenen Terrassen, einen mittelgroßen Swimmingpool und liegt direkt am Strand. Die Preise für ein Zimmer bewegen sich je nach Saison zwischen etwa 2000 und 4000 Baht (40 bis 80 Euro) pro Nacht.
Anschließend geht es an dem zunehmend breiter und grobkörniger werdenden Strand weiter zum Coral Cape (Laem Pakarang). Bei Ebbe ragt am Kap eine riesige Korallenplatte aus dem Wasser. Da der Strand an dieser Stelle von totem Korallengestein bedeckt ist, empfiehlt es sich, die Wanderung mit Schuhen fortzusetzen. Wer vom Coral Cape nicht wieder zurück nach Bang Niang laufen möchte, kann an der parallel zum Strand verlaufenden Straße ein Taxi nehmen.
Wochenmarkt
Stand mit preiswerten Hemden und T-Shirts.
Beinahe eine Institution ist der Wochenmarkt in Khao Lak. Bunter Trubel herrscht jeden Mittwoch und Sonnabend zwischen 16 und 19.30 Uhr am Highway 4 Höhe Zufahrtsstraße Bang Niang Beach (schräg gegenüber von 7-Eleven). Der Markt, auf dem Gemüse, Obst, T-Shirts, Hosen und Schuhe angeboten werden, ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Shorts und Hemden gibt’s bereits für 50 bis 100 Baht (1 bis 2 Euro).
Preiswert sind auch Kinderbekleidung, asiatische Küchenmesser, Bikinis und Badelatschen. An den Obstständen wird ein Kilo Mangos für 30 Baht verkauft. Getrocknete Fische gibt es ab 20 Baht. Wer den für europäische Nasen recht unangenehmen Geruch von getrocknetem Fisch scheut, sollte sich an die Garküchen mit frisch gebratenen Saté-Spießen oder gebackenen Pancakes halten. Nach dem Marktbesuch schmeckt in den angrenzenden Restaurants ein Fruchtshake oder Bier.
Khuk Khak Beach
Dieser Strandabschnitt Khao Laks ist ausgesprochen ruhig, touristisch nur geringfügig erschlossen und gilt daher als Geheimtipp. Der recht breite Strand mit seinem puderweißen Sand wird von Palmen und Kasuarinen gesäumt. Empfehlenswerte Hotels sind das Andamania Beach Resort (ab 40 Euro) und das The Sarojin Resort (ab 190 Euro). Infrastruktur findet sich im Hinterland entlang dem H 4. In Khao Lak City gibt es einige Restaurants, Geschäfte, eine Post sowie einen Minigolfplatz. Weitere Resorts findet ihr in der Hotelliste.
Nang Thong Beach
Der 2,5 Kilometer lange Nang Thong Beach.
Der 2,5 Kilometer lange und etwas grobkörnige Nang Thong Beach wird zum Teil von ins Meer hinausragenden Felsen unterbrochen und grenzt im Norden an den Bang Niang Beach. Beide Strandabschnitte werden nur durch den Bang Niang Fluss getrennt. Diesen könnt ihr bei Ebbe durchwaten. Bei Flut empfiehlt es sich allerdings, für wenige Baht mit einem Longtailboot überzusetzen. Vom Bang Niang Beach kommend, ändert sich nach dem Fluss das Bild schlagartig. Während der Strand bis zur Flussmündung von Resorts und Massage-Hütten gesäumt wird, ist das Gelände dahinter (noch) weitgehend unbebaut. Erst nach etwa einem Kilometer erreicht man die ersten Restaurants und Resorts.
Hotels und Bungalowanlagen gibt’s am Nang Thong Beach in sämtlichen Kategorien und Preisklassen. Empfehlenswert ist unter anderem das Baan Khaolak Resort (ab 33 Euro). Weitere Resorts findet ihr in der Hotelliste.
Beliebt: Der "Nang Thong Super Market".
Nur wenige hundert Meter oberhalb vom Nang Thong Strand verläuft der Highway 4 (H 4) mit zahlreichen Restaurants, Supermärkten, Schneidern, Ladenpassagen, Reisebüros und Tauchschulen. Bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist der "Nang Thong Supermarket", wo neben thailändischen Lebensmitteln auch Import-Waren angeboten werden. Hier könnt ihr u. a. frisches Baguette, englische Süßigkeiten und italienischen Wein kaufen.
In den benachbarten Ladenpassagen mit Souvenir- und Bekleidungsständen sind die Preise für thailändische Verhältnisse (unverschämt) hoch. Für ein Top, das ansonsten 99 Baht (2 Euro) kostet, werden hier mitunter 550 Baht verlangt. Die meist sehr aufdringlichen Händler lassen nur selten mit sich handeln. Treffpunkt nicht nur für Touristen ist das österreichische Stempfer-Café. Hier werden neben Espresso und Cappuccino auch Sahnetorten und Eisbecher serviert.
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