Die Bevölkerung in Thailand

Zentral Thais, Thai Laos

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Thailand hat zurzeit rund 64 Millionen Einwohner. Davon sind circa 77 Prozent Thais. Etwa ein Drittel von ihnen sind Zentral Thais. Sie sprechen Hoch-Thai. Hoch-Thai wird an Schulen gelehrt und ist die offizielle Landessprache. Ein weiteres Drittel setzt sich aus der Bevölkerungsgruppe der Thai Laos zusammen. Die Thai-Laos stammen aus dem Nordosten Thailands und sprechen einen Dialekt der Hochsprache. In Nordthailand sprechen die Thais wie die Pak Thais im Süden Dialekt. Trotz der unterschiedlichen Dialekte bilden die Thais jedoch eine vergleichsweise homogene Bevölkerungsgruppe. Was sie eint, sind in erster Linie Königstreue und Buddhismus. Zur buddhistischen Lehre bekennen sich rund 95 Prozent der Bevölkerung in Thailand.

Chinesen, Mon und Bergvölker

Frau, Bergdorf, Thailand

Besuch in einem Bergdorf in Nordthailand

Die größte ethnische Minderheit in Thailand bilden die Chinesen. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt bei rund zwölf Prozent. Malaiisch sprechende Muslime leben hauptsächlich in Südthailand. Ihr Anteil macht etwa drei Prozent der Bevölkerung Thailands aus. Weitere ethnische Minderheiten neben Chinesen und Malaien sind: Khmer, Mon, Vietnamesen und Bergvölker (english: Hill Tribes). Zu den Bergvölkern Thailands zählen etwa 15 Volksstämme mit rund einer Million Menschen. Sie leben vor allem in den bergigen Regionen Nord- und Nordwestthailands (Chiang Mai, Chiang Rai, Phayao, Mae Hong Son).

Der größte Stamm unter den Bergvölkern in Thailand ist der der Karen. Die 450.000 Karen in Thailand leben an der thailändisch-burmesischen Grenze sowie in der Zentralregion. Ihre Sprache gehört der sino-tibetischen Sprachfamilie an. Die Padaung, eine Untergruppe der Karen, sind rund um Mae Hong Son heimisch. Die Padaung-Frauen sind über Thailands Grenzen hinaus aufgrund ihrer langen Hälse bekannt. Schon im Kindesalter werden die Hälse der Mädchen mit Metallringen gestreckt. Lange Hälse gelten bei den Padaung als Schönheitsideal.

Weitere Bergstämme sind: die Lahu (ca. 85.000), die Lisu (knapp 60.000), die Hmong (130.000), die Akha (ca. 50.000) und die Yao (ca. 45.000).

Nur ein Fünftel der Thais lebt in der Stadt

Die Bevölkerungsdichte in Thailand liegt bei rund 120 Einwohnern pro Quadratkilometer (in Deutschland bei 231 Einwohnern pro km2). Nur ein Fünftel der thailändischen Bevölkerung lebt in Städten, der Rest auf dem Land. In der Hoffnung, Arbeit zu finden, ziehen Jahr für Jahr immer mehr Menschen aus den ländlichen Regionen in die Städte. Die meisten von ihnen kommen aus den ärmeren Gebieten im Nordosten Thailands und versuchen ihr Glück in Bangkok. So befindet sich Thailands Hauptstadt in stetem Wachstum. Die Einwohnerzahl wird derzeit auf zwölf bis 15 Millionen geschätzt. Genauere Zahlen liegen nicht vor, da es in Thailand kein Meldesystem gibt.

Arm und Reich: Land mit sozialen Kontrasten

In der thailändischen Gesellschaft gibt es starke soziale Unterschiede zwischen Arm und Reich. In den Randbezirken und Vororten von Bangkok leben zahlreiche Menschen in Slums. Die Hütten bestehen aus Blechteilen, Pappe und Plastikplanen. Was von außen wie eine winzige Baracke aussieht, ist oftmals die Behausung einer Großfamilie. Einen Kontrast dazu bilden die zahlreichen Luxuskarossen auf Bangkoks Straßen.

Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung in Thailand lebt unter dem Existenzminimum. Armut herrscht besonders in Nordosten Thailands. Ein Bauer dort verdient am Tag kaum mehr als 40 bis 50 Baht (ca. 1 Euro bis 1,25 Euro). In Bangkok beträgt der Lohn eines Arbeiters durchschnittlich 200 Baht (5 Euro). Die Zahl der Analphabeten in Thailand ist mit sieben Prozent vergleichsweise gering.

Lebenserwartung und Bevölkerungswachstum

Die durchschnittliche Lebenserwartung männlicher Thais liegt bei ungefähr 67 Jahren, die der Frauen bei 71 Jahren. Im Vergleich dazu ist die Lebenserwartung in Deutschland deutlich höher. Männer werden hierzulande durchschnittlich 75 Jahre alt, Frauen 81,5 Jahre. Während in Thailand die Bevölkerung jährlich um etwa 1,5 Prozent wächst, schrumpfte sie in Deutschland im Jahr 2006 um 0,02 Prozent.

In Thailand besteht für Kinder eine neunjährige Schulpflicht. Wer möchte, kann die Schule jedoch auch zwölf Jahre besuchen. Jugendliche in Thailand sind mit 18 Jahren wahlberechtigt.

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Gudrun Brandenburg

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