Einkaufen in Thailand – Kleidung, Kunst, Uhren

Fakes und Edelware: Einkaufstipps für Thailand

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Wer gern einkauft, hat in Thailand ausreichend Gelegenheit dazu. Riesige Shopping-Zentren, Kaufhäuser und Straßenmärkte laden nicht nur in Bangkok zum Bummel ein. Neben Kleidungsstücken sind auch Schmuck, Uhren, Thai Seide, elektronische Artikel, Parfums und Koffer vergleichsweise preiswert zu haben. Auch Designerartikel von Prada, Gucci, Armani & Co. werden in Thailand günstiger als hierzulande angeboten. Wer Markenware kaufen will, sollte sich in Bangkok in den großen Shoppingzentren wie im Siam Discovery Center oder im The Emporio umsehen. Dort gibt es Edelläden jeglicher Art. Adressen großer Einkaufszentren in Bangkok und anderen Städten Thailands findet ihr auf folgender Liste.

Während die Ware in den großen Einkaufstempeln und Kaufhäusern echt ist und die Preise fest sind, könnt ihr auf den Straßenmärkten Fakes von Markenartikeln zu Billigpreisen kaufen. Allerdings lässt die Qualität vermeintlicher Puma-Shirts und Armani-Jeans meist sehr zu wünschen übrig. Wer sich daran nicht stört, kann sich in Thailand an Straßenständen oder auf Märkten für nur wenige Euro komplett neu einkleiden. Teurer, aber qualitativ einwandfrei ist die Ware in Kaufhäusern und Einkaufszentren. Diese gewähren saisonbedingt auf viele Artikel Preisnachlässe. So gibts mitunter auch für Markenartikel einen Discount von 30 bis 50 Prozent.

Straßenmärkte: Handeln erwünscht

Webarbeiten, Nachtmarkt, Bangkok

Gewebte Schals auf dem Nachtmarkt an der Silom Road in Bangkok

Wer auf der Straße shoppt, sollte in jedem Fall handeln. Auf Bangkoks berühmten Nachtmarkt in Patpong oder in Chiang Mai werden Uhren, Gürtel oder Taschen zunächst häufig zum mehr als zehnfachen Preis angeboten. Doch keine Sorge. Der Verkäufer drückt euch sofort einen Taschenrechner in die Hand, in den ihr euren Preis eintippen könnt. Mir persönlich war das Hin und Her beim Handeln oft zu zeitaufwendig, so dass ich von vornherein meinen Preis genannt und auf diesem beharrt habe. Diese Methode hat sich meist bewährt. Allerdings sollte man darauf achten, dass der vorgeschlagene Preis nicht utopisch niedrig, sondern annähernd realistisch ist. Andernfalls müsst ihr damit rechnen, dass ein Verkäufer aggressiv oder beleidigt reagiert. Weitere Shopping-Tipps speziell zu Bangkok findet ihr hier.

Kunsthandwerk aus Chiang Mai

Wer sich für Kunsthandwerk interessiert, sollte die Provinzhauptstadt Chiang Mai in Nordthailand besuchen. Die Stadt ist berühmt für ihre zahlreichen Kunsthandwerksbetriebe, in denen Teakholz-Schnitzereien und Möbel, Lackwaren, Seide, Silberschmuck, Korbwaren und Keramik hergestellt werden. Günstig einkaufen könnt ihr auf dem Nachtmarkt im Zentrum von Chiang Mai.

Thai Seide vom laufenden Meter

Thai Seide ist handgesponnen, handgewebt und handbemalt. Sie ist in zahlreichen Mustern und Farben erhältlich und wird hauptsächlich in Bangkok und Chiang Mai produziert. Viele Seidengeschäfte findet ihr in Bangkok in der Surawong Road und in der Sukhumvit. In Chiang Mai empfiehlt sich ein Bummel durch die Kamphaeng Road. Thai Seide ist in Form fertiger Kleidungsstücke oder als Meterware erhältlich. Mittlerweile wird der Stoff auch in einer stärkeren Qualität hergestellt und zu Kissen, Decken und Schals verarbeitet.

Nicht jeder Schneider hält, was er verspricht

Scheidereien gibt es in Thailand en masse. Nicht nur in Städten wie Bangkok, Phuket oder Chiang Mai findet ihr Schneider, sondern auch in jedem kleinen Urlaubsort. Die meisten Läden werden von Indern betrieben. Genäht und kopiert wird fast alles. Wenn ihr keine eigenen Vorstellungen habt, wie eure künftige Jacke oder Hose aussehen soll, könnt ihr ein Modell aus einem der parat liegenden Designerkataloge auswählen. So heißen viele Schneidergeschäfte denn auch nicht umsonst „Armani", „Gucci" oder „Hugo Boss".

Ich habe mir in Thailand zweimal Kleidungsstücke nähen lassen und dabei sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Bei meiner ersten Thailandreise im Frühjahr 2004 war ich bei einem Schneider in Khao Lak. Die Kopie meiner Lieblingsjacke hätte nicht besser ausfallen können. Zudem war die Jacke auch an den Nähten tiptop verarbeitet. Für den Blazer aus Kaschmir und Seide habe ich damals um die 30 Euro bezahlt. Für die Qualität ein äußerst guter Preis.

Weniger gute Erfahrungen habe ich ein Jahr später in einer Maßschneiderei auf Koh Samui gemacht. Wieder hatte ich aus Deutschland einen Blazer zum Kopieren mit nach Thailand genommen. In Baan Lamai lockte eine Schneiderei mit äußerst günstigen Preisen. Ich ließ mich überreden und gab die Jacke in Auftrag. Verabredet war, dass der Blazer nach zwei Anproben innerhalb von drei Tagen hätte fertig sein sollen.

Doch auch nach sieben Tagen lag noch keine Jacke auf dem Ladentisch. Für das Innenfutter hatte ich mir gleich zu Anfang eine bordeauxrote Seide ausgesucht. Die Jacke, die man mir am Ende überreichte, hatte allerdings ein lilafarbenes Futter und zudem unterschiedlich lange Ärmel. Ich habe den Auftrag schließlich storniert und nach einigem Hin und Her glücklicherweise meine Anzahlung zurückerhalten.

Woher weiß man nun, ob eine Schneiderei gut ist oder nicht? Gar nicht. Es sei denn, ihr findet im Internet Empfehlungen von anderen Thailandreisenden. Grundsätzlich solltet ihr Schneider meiden, die euch versprechen, innerhalb von 24 Stunden sei alles fertig. Bei ein bis zwei Anproben lässt sich der Termin kaum einhalten. Lasst euch auch nicht von allzu günstigen Preisen locken. Denn je preiswerter der maßgeschneiderte Anzug oder das Hemd ist, desto billiger und qualitativ schlechter ist das Material.

T-Shirts und Hosen: Viel Kleidung für wenig Geld

Nicht selten fahren Thailandreisende mit leeren Koffern in den Urlaub und kehren vollbeladen wieder in ihr Heimatland zurück. Wer nicht viel ausgeben, sich aber komplett neu einkleiden möchte, hat in Thailand vielerorts Möglichkeiten dazu. Ob in Geschäften, Einkaufszentren, an Straßenständen auf Märkten – die Auswahl an Hemden, Jeans, Shirts und Tops ist riesig.

In Bangkok findet ihr günstige Kleidungsstücke zum Beispiel auf dem Pratunam Markt oder in Banglamphu. Allerdings handelt es sich bei der Bekleidung, die auf der Straße verkauft wird, in der Regel um gefälschte Markenware minderer Qualität. Für 100 Baht (2,50 Euro) bekommt ihr an Straßenständen zum Beispiel fünf Paar gefakte Puma-Socken, ein nachgemachtes Puma-Shirt kostet ebenfalls 100 Baht. Für eine gefälschte Armani-Jeans bezahlt ihr um die 350 Baht (8,75 Euro). Eine Preisliste mit Währungsrechner findet ihr auf dieser Seite.

Qualitativ hochwertigere Bekleidung gibt’s in Bangkok in den großen Shoppingzentren und Kaufhäusern. Auch hier lassen sich Schnäppchen machen. Frauen mit Konfektionsgröße 42 und höher haben in Thailand allerdings schlechte Karten. Denn viele Kleidungsstücke gibt es nur in den Größen 34 bis 38. Gleiches gilt auch für Damenschuhe. Die wunderbar weichen Dr. Scholl-Gesundheitssandalen für 800 Baht (ca. 20 Euro!) hatte Robinson’s Department Store leider nur bis Schuhgröße 39 im Angebot.

Sportschuhe und Sportshirts zu Schnäppchenpreisen

Sportler und Sportbegeisterte können sich in Thailand mit hochwertiger Markenkleidung eindecken. Während ein adidas-Sport-Top in Deutschland kaum unter 30 bis 40 Euro zu haben ist, kostet ein solches Shirt in Thailand in der Regel nur zwischen 350 und 800 Baht (8,75 bis 20 Euro). Weitaus preisgünstiger als hierzulande sind auch Sportschuhe. Ob Running-Shoes, Fußball-, Volleyball- oder Freizeitschuhe – viele Modelle sind in Thailand für die Hälfte des Preises zu haben.

Eine große Auswahl an Sportbekleidung einschlägiger Marken bieten die beiden großen Sportgeschäfte an der Silom Road in Bangkok. Beide Geschäfte liegen in unmittelbarer Nähe der Skytrain Station Sala Daeng. Spotartikel bieten aber auch die meisten großen Kaufhäuser und Läden in den Einkaufszentren an. Fündig werdet ihr auch auf Ko Samui an der Hauptstraße von Chaweng.

Vorsicht beim Kauf von Antiquitäten!

Beim Kauf von Antiquitäten in Thailand ist Vorsicht geboten. Denn oftmals handelt es sich bei vermeintlichen Antiquitäten um Fälschungen. Kauft daher nur in Fachgeschäften, in denen ein Zertifikat der Tourism Authority Thailand (TAT) aushängt. Die Ausfuhr bestimmter Antiquitäten wie Buddhafiguren ist nur mit einer Genehmigung des Fine Arts Departments in Bangkok erlaubt.

Edelsteine: Rubine und Saphire

Thailand hat ein großes Edelsteinvorkommen. Gefördert werden hauptsächlich Rubine und Saphire. Die Steine stammen größtenteils aus den Provinzen Kanchanaburi und Chantaburi und werden in Bangkok und Chiang Mai weiterverarbeitet. So hat sich die thailändische Hauptstadt mittlerweile zur Welthauptstadt für Edelsteine gemausert. Auch wenn Juweliere beim Verkauf von Edelsteinen in der Regel nicht mit sich handeln lassen, könnt ihr Rubine und Saphire vergleichsweise günstig erstehen.

Etwas preiswerter als in Bangkok sind die Steine übrigens auf den Märkten in Chanthaburi und Kanchanaburi. Jedoch ist ebenso wie beim Kauf von Antiquitäten auch hier Vorsicht geboten. Ein Merkblatt zum Thema "Edelsteinbetrug" findet ihr auf der Website der Deutschen Botschaft.

Gold und Silber zu Fixpreisen

Wer in Thailand Gold- oder Silberschmuck kauft, hat in Bangkok die Qual der Wahl. Für Thai Gold (Reinheitsgrad 96,5 Prozent = 23 Karat) gibt es Standardpreise, die sich je nach Tageskurs ändern können. Das Gewicht von Thai-Gold wird in „Baht" gemessen. 1 Baht Gold entspricht 15,16 Gramm.

Berühmt für seine vielen Goldgeschäfte ist Bangkoks Stadtteil Chinatown. Dort kaufen auch die Einheimischen ein. Silberwaren werden hauptsächlich in Bangkok und Chiang Mai hergestellt. In Chiang Mai und Umgebung bietet sich der Besuch in einer der zahlreichen Gold- und Silberschmieden an. Dort könnt ihr den Einheimischen auch bei der Arbeit zusehen. Handgearbeiteten Schmuck der Bergvölker aus den Grenzgebieten zu Myanmar findet ihr auf dem Nachtmarkt in Chiang Mai.

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