Muay Thai | Thaiboxen - Techniken und Wettkämpfe

Muay Thai, Boxkampf

Muay Thai, Boxkampf im "Rose Garden" bei Bangkok

Von Markus Gawron

Markus GawronUnser Gastautor Markus Gawron lebt in Berlin und verfügt über langjährige Kampfkunst-Erfahrung. Schon als Jugendlicher lernte er Karate im SC-Samurai. Von 1992 bis 2000 betrieb er Chinesisches Boxing in Hannover und Berlin und graduierte als Co-Instruktor. Von 2003 bis 2008 schließlich trainierte er Jun Fan/ Jeet Kune Do - The Martial Legacy of SiJo Bruce Lee, Philippinischen Stockkampf sowie Kali. Auch als Schiedsrichter, etwa bei den Deutschen Meisterschaften im Stockkampf, ist er im Einsatz.

Während seines Thailand-Urlaubs besuchte Markus Gawron mehrere Boxwettkämpfe in Khao Lak und auf Koh Phangan. Auf klick-thailand.de schildert er seine Eindrücke und gibt einen Überblick über die verschiedenen Techniken des Thaiboxens. Die Redaktion von klick-thailand.de bedankt sich für den Gastbeitrag über Thaiboxing. Weitere Beiträge per Mail an sawadeeklick-thailand.de sind jederzeit willkommen.

Thaiboxen: Tradition und Kampftechniken

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Wer Thailand bereist und dabei auch Traditionen und Bräuche erkunden möchte, sollte sich diese Attraktion nicht entgehen lassen. Auch wenn manche die "Kunst" des Thaiboxens als brutal ansehen, gehört sie doch zur Kultur des Landes und ist dort Nationalsport. So ist es an vielen Orten auch möglich, diese alte Kriegskunst unter Anleitung erfahrener Lehrer in Stunden-, Tages- oder Wochenkursen zu erlernen, um so einen Hauch der thailändischen Tradition einzufangen.

Thaiboxen ist eine Kampfkunst, die seit 1560 praktiziert wird und bei der nicht nur die Fäuste, sondern auch die Knie, Füße, Ellenbogen und das Clinchen zum Einsatz kommen. Die bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein, meist auf den Oberschenkel oder Rippenbereich gezielt. Durch diese Tritte wird die Standfähigkeit des Gegners geschwächt und dieser aus dem Gleichgewicht gebracht.

Rituale bei Wettkämpfen

Bevor ein Kampf beginnt, verbeugt sich ein Kämpfer zunächst in Richtung seines jeweiligen Geburtsortes, dann nach Nord, Süd, Ost und West und ehrt damit seine Lehrer, seine Schule und die Geister des Ringes. Daran schließt sich ein langsamer Tanz an, um die Aufmerksamkeit des Publikums zu erhalten und die Kraft des Kämpfers zu demonstrieren.

Boxkämpfe in Khao Lak und auf Koh Phangan

Im Khao Lak Boxing Stadium, etwas außerhalb des Ortes, wurden bei unserem Besuch acht Kämpfe in unterschiedlichen Gewichtsklassen ausgetragen. Der Eintritt für Plätze im Ring betrug 1300 Baht (32 Euro), für Tribünenplätze 800 Baht (ca. 20 Euro). Dazu gab es ein T-Shirt als Souvenir.

Erstaunlich und vielleicht etwas befremdlich für uns Europäer: Bereits Kinder ab einem Alter von etwa sieben Jahren stehen im Ring und schlagen und treten aufeinander ein wie die Großen. Und auch diese Kämpfe gingen so lange, bis einer der beiden Kontrahenten k. o. ging oder nach fünf Runden durch den Schiedsrichter zum Sieger erklärt wurde. Letzteres kam allerdings nicht sehr oft vor: Bis auf einen Kampf wurden alle Kämpfe durch k.o.-Siege vorzeitig beendet. Man musste allerdings schon sehr genau hinschauen, um zu erkennen, welcher der Schläge oder Tritte letztendlich zum Knockout führte.

Das Höchstalter der Teilnehmer an diesem Abend lag bei etwa 18 Jahren, und die schwersten Kämpfer brachten 72 Kilogramm auf die Waage. In anderen Stadien, etwa auf Koh Phangan, werden auch Lady-Fights ausgetragen. Bei diesen geht es manchmal sogar noch heftiger zur Sache als bei den Männern.

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Gudrun Brandenburg

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