Tsunami in Thailand – Tote und Vermisste

Gedenken, Tsunami-Opfer, Khao Lak

Gedenken an die Opfer des Tsunami in Khao Lak

26.12.2004 - Das Seebeben im Indischen Ozean

Das Seebeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 hat insgesamt 230.000 Menschenleben gefordert. Das so genannte Sumatra-Andamanen-Beben hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richterskala. Das Hypozentrum befand sich vor der Nordwestküste von Sumatra. Es verursachte durch mehrere starke, kurz aufeinander folgende Flutwellen immense Schäden in den Küstengebieten am Golf von Bengalen, der Andamanensee und Südasiens. Allein in Indonesien starben infolge der Naturkatastrophe etwa 165.000 Menschen. Über 110.000 wurden verletzt, mehr als 1,7 Millionen sind in Küstengebieten am Indischen Ozean obdachlos geworden. Die genaue Zahl der Toten wird jedoch nie bestimmt werden können, da unter anderem aus Furcht vor Seuchen viele Todesopfer schnell in Massengräbern bestattet wurden.

Tsunami in Thailand: 5395 Tote und 2481 Vermisste

In Thailand haben die Flutwellen unter anderem Phuket, Khao Lak und Koh Phi Phi besonders hart getroffen. Nach offiziellen Angaben liegt die Zahl der Tsunami Opfer in Thailand bei 5395, davon waren 2400 Ausländer und 1175 Opfer unbekannter Herkunft. Von den 2481 Vermissten sind mindestens 1924 Thais (Quelle: UNO). Laut Aussage eines Diplomaten soll es allein in Khao Lak 4000 Tote gegeben haben. Die "offizielle" Zahl von 5395 Tsunami Opfern in Thailand stützt sich auf Angaben des damaligen Premierministers Thaksin Shinawatra Anfang des Jahres 2005.

Thaksin lehnt ausländische Hilfe ab

Nach der Katastrophe lehnte Thaksin Hilfe aus dem Ausland ab. Mit den Folgen des Tsunami könne Thailand allein fertig werden, hieß es. Er wolle die Kreditwürdigkeit seines Landes nicht gefährden. Tatsächlich fielen die Hilfeleistungen der Regierung viel zu gering aus. Jeder erhielt nur 2000 Baht (ca. 50 Euro). Für jedes verlorene Haus gab es 20.000 Baht (ca. 500 Euro) sowie einen Ersatzbau mit 40 Quadratmetern Wohnfläche im Wert von 120.000 Baht (ca. 3000 Euro). Diese Häuser wurden wegen ihrer minderwertigen Qualität von der Bevölkerung jedoch weitgehend abgelehnt. Einige aus dem Ausland finanzierte Hilfsorganisationen bauten qualitativ weitaus bessere Häuser, z.B. die Mercy Foundation und Habitat for Humanity.

Frühwarnsystem und Fluchtwege für den Notfall

Warnschild, Tsunami Hazard Zone, Khao Lak

Tsunami Gefahrenzone - Warnschild in Khao Lak

Inzwischen ist an den gefährdeten Küsten Thailands ein Tsunami-Frühwarnsystem installiert worden. Im Tsunami-Museum in Bang Niang (Khao Lak) wird das System detailliert anhand von Schautafeln erklärt. Ebenso wie der Hergang des Seebebens vor Sumatra am 26. Dezember 2004. Hinweisschilder an Stränden und Küstenstraßen weisen im Süden Thailands zudem auf Fluchtwege und Krankenhäuser hin.

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Gudrun Brandenburg

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