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Thailand: Die Traditionelle Thai Massage ( Nuad )


Thai-Massage - Verwöhnprogramm für Touristen

Mit Massagestudios verhält es sich in Thailand wie mit Schneidergeschäften und Filialen der Supermarktkette „7-Eleven": Man findet sie an jeder Ecke. Was in europäischen Ländern preislich kaum erschwinglich ist, kostet in Thailand umgerechnet nur wenige Euro. Der Preis für eine Stunde Thai-Massage liegt durchschnittlich bei 200 bis 350 Baht (vier bis sieben Euro). Die Rede ist von der Traditionellen Thai Massage, der Ölmassage und der Fußmassage. Alle drei Massageformen wirken sich positiv auf die Gesundheit aus und steigern das physische und psychische Wohlbefinden. So gehören in Thailand für die meisten Touristen Massagen ebenso zum Urlaub wie Schwimmen und Sonnenbaden.

In Südthailand findet man nicht nur Geschäfte bzw. Salons, in denen Massagen angeboten werden, sondern an den Stränden auch jede Menge Massageliegen unter freiem Himmel. Dabei handelt es sich meist um einfache Matten auf erhöhten Bambus-Gestellen, die manchmal mit Vorhängen versehen sind (siehe Foto unten). Im Folgenden werden die wichtigsten drei Massageformen – die Traditionelle Thai Massage, die Thai Ölmassage und die Thai Fußmassage – beschrieben.

Traditionelle Thai Massage

Die Traditionelle Thai Massage ist eine Ganzkörpermassage. Sie wird eingesetzt, um Krankheiten zu heilen und das Wohlbefinden zu steigern. Massiert wird meist auf dem Boden, mit den Daumen, Handballen, Ellenbogen, mit Knien und Füßen. So sind vielfältige Druckstärken und Massagegriffe möglich. Traditionelle Thaimassagen sollten mindestens eine bis eineinhalb Stunden dauern. Stretchübungen, die dem Yoga entstammen, sind Teil der Massage. Der Körper wird gedehnt, Verspannungen werden gelöst.

Bei der Traditionellen Thai Massage sind zwei Formen zu unterscheiden: der südliche etwas härtere Massagestil, wie er im Tempel Wat Pho in Bangkok gelehrt wird, und der eher sanftere nördliche Stil.

Geschichte

Die Traditionelle Thaimassage oder Nuad Bo-Rarn hat ihren Usprung vor rund 2500 Jahren in Indien zurzeit des Gautama Buddha. Dessen Weggefährte und Arzt Dr. Jivaka entwickelte eine Massageform, die ohne Hilfsmittel zu jeder Zeit und an jedem Ort praktizierbar war und der Gesundheitserhaltung dienen sollte. Angewandt wurden derlei Massagen zunächst bei den buddhistischen Wandermönchen. Dr. Jivaka wird auch heute noch als Gründer der Traditionellen Thaimassage verehrt.

Über einen kulturellen und religiösen Austausch mit Ceylon (heute Sri Lanka) gelangte die Thaimassage im 13. Jahrhundert ins damalige Königreich Sukhothai im heutigen Thailand. Bei der Invasion burmesischer Truppen im Jahr 1767 wurden die schriftlichen Zeugnisse der Traditionellen Thai Massage zum größten Teil zerstört. 1788 ließ König Rama I. Kopien und noch erhaltene Fragmente als Gravuren in die Wände des Tempels Wat Phra Chetuphon (auch Wat Pho genannt) in Bangkok meißeln. Auf diese Weise wurde das Wissen um die Thai Massage weitergegeben. König Rama III. gründete 1832 die erste öffentliche Universität im Wat Pho. Auch heute noch werden in der weitläufigen Tempelanlage in Bangkok Medizin und Massage gelehrt.

Thai Ölmassage

Wie bei der Traditionellen Thai Massage handelt es sich auch bei der Thai Ölmassage um eine Ganzkörperbehandlung. Durch sanfte Streichungen werden die Energiebahnen des Körpers aktiviert und mit Handflächen und Daumen Druckpunkte stimuliert. Klassische Druck- und Dehnelemente der Thai Massage fließen in diese Massageform mit ein.

Anders jedoch als bei der Traditionellen Thai Massage kommen bei der Ölmassage ätherische Öle unterschiedlichen Dufts zum Einsatz. So hat die Massage eine pflegende Wirkung auf die Haut, wirkt beruhigend auf das Nervensystem und regt den Kreislauf an.


Thai Fußmassage

Die Ursprünge der Thai Fußmassage liegen in der Reflexzonenmassage. Doch anders als bei der Klassischen Fußreflexzonen Massage setzen die Masseure neben den Händen auch spezielle Massagestöcke ein. Dadurch kann verstärkt Druck auf die Reflexpunkte ausgeübt werden.

Die Fußmassage stammt ursprünglich aus China, wo sie seit mehr als 3000 Jahren angewandt wird. Die Fußmassage soll eine vorbeugende Wirkung haben und Leiden wie Kopfschmerzen, Migräne, Neben- und Stirnhöhlenentzündungen sowie Asthma lindern. Erklärung dafür ist, dass Sinnesnerven für die inneren Organe den gesamten Körper durchziehen und zumeist in den Füßen enden. Jedem inneren Organ ist dort eine bestimmte Zone zugeordnet, auf die bei der Massage punktuell Druck ausgeübt wird.

Preise und Tipps

Die Preise für eine Stunde Massage liegen in Thailand durchschnittlich bei 200 bis 350 Baht (vier bis sieben Euro). Viele Europäer empfinden Thai Massagen mitunter als schmerzhaft. Denn oftmals wird kräftig zugepackt. Die "Härte" der Massage hängt, wie oben erklärt, von der Ausbildung der Masseure ab. Der südliche Massagestil ist härter, der nördliche sanfter. Kleiner Tipp: Sollte es einmal weh zu tun, macht verständlich, dass ihr weniger heftig massiert werden wollt.

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