Inle-See in Myanmar - Sehenswürdigkeiten und Touren

Einbeinruderer, Inle-See, Myanmar

Einbeinruderer, Inle-See. Foto: M.-T. Nercessian

Von Marie-Thérèse Nercessian

Marie-Thérèse Nercessian Bei dem nachfolgenden Beitrag zum Inle-See in Myanmar handelt es sich um einen Auszug aus dem eBook Sieben Tage in Burma * (2,99 Euro) von Marie-Thérèse Nercessian.

Marie-Thérèse Nercessian hat auf unserer Webseite bereits mehrere Gastbeiträge geschrieben, über Myanmar und auch über die Insel Phu Quoc in Vietnam.

Grün und fruchtbar ist die Gegend um den größten See des Landes. Der Inle-See ist nur zwei bis drei Meter tief und sein Grund von Wasserpflanzen bedeckt. Er liegt 900 Meter über dem Meeresspiegel inmitten der Shan-Berge. Am Inle-See leben die Pa-O mit ihren bunten Kopfbedeckungen und die Padaung mit ihren durch Goldschmuck verlängerten "Giraffenhälsen"". Auch die berühmten Einbeinruderer sind hier zuhause. Sie balancieren auf einem Bein am Heck ihres Kahns und bedienen mit dem anderen Bein das Paddel. Die Hände brauchen sie, um die Fischreusen aus Bambus auszuwerfen und wieder einzuholen. Sie zählen zum Volk der Intha - der Menschen vom See.

Anzeige

Booking.com

Über eine gut ausgebaute Straße geht es mit dem Taxi vom Flughafen in Heho knapp eine Stunde vorbei an Dörfern und Märkten, Holzklöstern und einer Eisenbahnbrücke nach Nyaung Shwe, dem Eingangstor zum See. Ein Kanal verbindet die ehemalige Fürstenstadt mit dem See. Ausländische Besucher müssen ein Eintrittsgeld von zehn Dollar bezahlen. Unterkommen kann man entweder in Nyaung Shwe selbst, etwa im Amazing Nyaung Shwe * am Mong Li-Kanal, oder in Pfahlbauten auf dem See. In jedem Fall sollte man vorreservieren. Empfehlenswerte Hotels auf dem See sind etwa die von der Volksgruppe Pa-O geführten Golden Island Cottages * oder das noble Inle Resort *.

Sogar Weingüter gibt es am Inle-See. Eine Landschaft wie in der Toskana mit kalkhaltiger Erde und gemäßigtem Klima macht’s möglich. Man kann Weine verkosten, eine Kleinigkeit essen und den Ausblick auf den See genießen. Die Red Mountain Estate Vineyards & Winery etwa produziert Pinot Noir oder Sauvignon Blanc. Der Deutsche Bert Morsbach importierte bereits 1998 die ersten Weinstöcke aus Europa und gründete ein zehn Hektar großes Weingut. Ein zweites Weingut befindet sich nur eine Viertelstunde entfernt von Nyaung Shwe auf einem Hügel mit Blick auf die Stadt und den See. Auf dem burmesischen Gut Red Mountain produziert seit 2006 ein Franzose Rot- und Weißweine. Mehr als 100.000 Flaschen sind es inzwischen jährlich.

Bootstouren zu den Sehenswürdigkeiten am Inle-See

Eine Bootstour mit dem Langboot (kann in den Hotels gebucht werden, Preis variiert mit der Zahl der Teilnehmer) führt an mehreren Schwimmenden Dörfern vorbei zu den Sehenswürdigkeiten auf dem See. Das Phaung Daw U-Kloster ist das wichtigste Heiligtum im südlichen Shan-Staat. Auf einem Podest stehen fünf Goldklumpen - mit einer Unmenge von Goldblättchen bedeckte Buddhafiguren. Prächtige geschnitzte und vergoldete Schreine mit Spiegelmosaik im Shan-Stil beherbergen weitere Buddhastatuen.

Am Westufer des Sees steht das schöne aus Teakholz erbaute Nga Phe Chaung-Kloster auf rund 650 Pfählen. Bekannt ist es als Kloster der springenden Katzen, es diente einst als Zufluchtsort für wilde Katzen, denen ein chinesischer Mönch beibrachte, durch Bambusreifen zu springen. Besagter Mönch ist inzwischen tot, und die Nachkommen der Katzen springen nicht mehr, sondern tun das, was Katzen eben so tun und dösen auf den Holzplanken vor sich hin.

Schwimmende Gärten und Weberdorf

In den Schwimmenden Gärten mitten auf dem See wachsen Tomaten, Auberginen oder Bohnen. Die Schwimmenden Gärten bestehen aus langen Streifen von verstrickten Wasserhyazinthen mit einer fruchtbaren Erdschicht. Diese werden von den Bauern vom Seeufer abgelöst und auf den See hinausgeschleppt und dort verankert. Bewirtschaftet werden sie vom Boot aus.

Im einem Weberdorf auf dem Wasser leben die Menschen in Holzhäusern auf Pfählen, einige der Bauten sind durch Brücken verbunden. Auch heute noch wird an den Holzwebstühlen gearbeitet. Verarbeitet wird Seide und Lotosfaser. Die Pflanze wird auf Feldern rund um den See geernet. Einen Besuch wert sind auch andere Werkstätten, wie Silbermanufakturen, Eisenschmieden, oder Cheerot-Herstellung. Die handgerollten Cheerots – grüne Zigarren unterschiedlicher Größe - bestehen aus Tabak und Blättern des Thanap-hpeq-Baums. Selbstverständlich kann die Ware überall auch gleich gekauft werden.

Phaung Daw U-Fest

Richtig rund geht es alljährlich im Oktober beim Phaung Daw U-Fest. Eine Wasserprozession mit festlich geschmückten Booten aus den Dörfern zieht eine goldene Barke mit den fünf blattgoldbezogenen Buddhas der Pagode von einem Dorf zum nächsten. Überall wird gesungen und getanzt, um die bösen Geister zu vertreiben. Einbeinruderer liefern sich Bootsrennen. Am letzten Tag kehren die Buddhas in ihre Pagode zurück. Zum Abschluss gibt es ein großes Fest in Nyaung Shwe.

Aus dem eBook Sieben Tage in Burma * (erschienen bei amazon, Preis 2,99 Euro) von Marie-Thérèse Nercessian

[ nach oben ]

Entdecke Thailand mit
Gudrun Brandenburg

Folge mir auf:

  • Gudrun
  • Hi, ich bin Gudrun, reise für mein Leben gern, liebe Südostasien und schreibe klick-thailand.de. Ich arbeite als Redakteurin und baue Webseiten. Mehr über mich erfährst du bei
  • Gudrun Brandenburg

Anzeigen

  • Meine Lieblings-Kreditkarte auf Reisen ist die Santander 1PlusCard. Mit dieser Visa-Card kannst du weltweit kostenlos Bargeld abheben. Die Gebühren der Automaten-Betreiber werden ebenfalls erstattet. Bestelle die 1PlusCard hier ✓
  • Santander 1PlusCard
  • Günstige Flüge * nach Thailand und weltweit findest du bei momondo. momondo ist seit Jahren eine der beliebtesten Flug-Suchmaschinen und meine Top-Empfehlung für die Flugsuche: