Kunsthandwerk in Chiang Mai

Wood Carving, Chiang Mai

Wood Carving in Chiang Mai: Holzschnitzer bei der Arbeit

Stiftung fördert traditionelles Kunsthandwerk

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Ob Seidenweberei, Goldschmiede oder Holzschnitzerei – in und um Chiang Mai gibt es zahlreiche Kunsthandwerksbetriebe. Diese entstanden Ende des vergangenen Jahrhunderts auf Initiative des Königshauses. 1976 gründete Königin Sirikit die Support-Stiftung (The Foundation for the Promotion of Supplementary Occupations and Related Techniques). Der Stiftung gelang es, zum einen die beinahe in Vergessenheit geratene Handwerkskunst in den nördlichen Provinzen Thailands wieder zu beleben. Zum anderen erschloss sie der Landbevölkerung durch Verkauf und Export der Produkte neue Einnahmequellen.

Die meisten Kunsthandwerksstätten liegen ein wenig außerhalb von Chiang Mai an der San Kamphaeng Road. Die Straße mit etwa 30 Handwerksbetrieben wird auch „Handicraft Highway" genannt. Hier erhalten Besucher Einblick in den traditionellen Herstellungsprozess handwerklicher Produkte. Ihr könnt dabei zusehen, wie Seide gesponnen, Schmuck gefertigt und Schirme bemalt werden. Anschließend bietet sich ein Bummel durch die Verkaufsräume an. Die San Kamphaeng Road erreicht ihr von Chiang Mai aus am besten mit dem Taxi oder Tuk-Tuk.

Schirme und Fächer

Bunt bemalte Schirme und Fächer sind in den unterschiedlichsten Größen erhältlich. Die Motive stammen aus der Pflanzen- und Tierwelt sowie aus der Mythologie. Das Gestell der Schirme besteht aus Bambus, der Schirm selbst aus handgeschöpftem Papier. Dieses wird aus der Rinde des Maulbeerbaums („Sa") gewonnen. Die Rinde wird zunächst in der Sonne getrocknet, dann gestoßen und mit Wasser versetzt. Im Wasser werden Fasern frei, die mit einem Rahmen abgeschöpft und in der Sonne getrocknet werden. Ist das Papier zum Schirm verarbeitet worden, kann dieser mit Lackfarbe bemalt werden.

Sa-Papier wird nur für die Herstellung kleinerer Schirme verwendet, die zu Dekorationszwecken dienen. Sonnen- und Regenschirme sowie Fächer werden aus der strapazierfähigeren Baumwolle gefertigt. Wer Zeit hat zu warten, kann sich einen Schirm nach seinem Geschmack bemalen lassen.

Holzschnitzerei

Aus Teak- oder Rosenholz werden reich verzierte Möbel und Wandbilder geschnitzt. Die Schnitzereien stellen oftmals Geschichten von Dörfern und Tempeln dar. Das Schnitzen eines etwa zweieinhalb Meter breiten Wandbildes kann bis zu einem Jahr dauern. Verkaufspreis: 5000 US Dollar inklusive Versand per Schiff. Handgeschnitzte Teakholzmöbel wie Couchtische und Kommoden werden ab 1500 US Dollar verkauft.

Thai Seide (Thai Silk)

Seidenraupen

Seidenraupen

Die Kunst der Seidenweberei stammt ursprünglich aus China und "schwappte" vor rund 700 Jahren nach Thailand über. In Chiang Mai wird Thai Seide (Thai Silk) heutzutage an mehr als 30.000 Webstühlen hergestellt. In den Seidenwebereien demonstrieren Frauen, wie aus den Kokons der Seidenraupen Fäden gesponnen werden. Um aus diesen fünf Meter Stoff zu weben, braucht eine Weberin einen Tag. So ist reine Thai Seide denn auch um einiges teurer als das Kunstfaser-Gemisch, das auf Märkten üblicherweise als "Thai Silk" angeboten wird.

Um zu überprüfen, ob es sich um echte Seide oder um eine Kunstfaser handelt, könnt ihr - sofern möglich - ein Feuerzeug an den Stoff halten. Ist die Seide echt, riecht es nach angesengtem Haar. Handelt es sich um eine Kunstfaser, schmilzt die vermeintliche Seide in sich zusammen, und es riecht nach Plastik.

Edelsteine und Goldschmieden

In Thailand werden unter anderem Rubine, Zirkone, gelbe und blaue Saphire gefördert. Bangkok gilt weltweit als einer der größten Handelplätze für Edelsteine. Edelsteinschmuck ist in Thailand in der Regel günstiger ist als hier zu Lande. So lässt sich auch in Chiang Mai das eine oder andere Schnäppchen machen. Allerdings solltet ihr - wenn ihr auf echte Steine Wert legt - nur beim Juwelier kaufen. Dort wird euch auch ein Echtheitszertifikat ausgestellt. Anders als auf dem Nachtmarkt, wo die Händler versuchen, euch falsche bzw. rein synthetisch hergestellte Steine unterzujubeln.

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Gudrun Brandenburg

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