Doi Inthanon und Lamphun in Nordthailand

Doi Inthanon: Tour auf Thailands höchsten Berg

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Der Doi Inthanon ist mit 2565 Metern Thailands höchster Berg und liegt im gleichnamigen Nationalpark mit 1005 Quadratkilometern Fläche. Mit dem Auto ist er am besten von Chiang Mai oder Lamphun aus zu erreichen. Die etwa 25 Kilometer lange Strecke von Lamphun führt zunächst über den Highway 108, dann über die 1009. Die serpentinenreiche Straße ist asphaltiert und in gutem Zustand. Der Weg zum Gipfel des Doi Inthanon ist ausgeschildert.

Oben angekommen, stellt ihr den Wagen auf dem Parkplatz vor der militärischen Radarstation ab (Fotografieren verboten). Die letzten Meter zum höchsten Punkt Thailands könnt ihr zu Fuß zurücklegen. Hier befinden sich ein Schild mit den Höhenangaben (siehe Foto rechts) sowie ein Gedenk-Schrein für König Inthanon, Namenspatron des Berges. Den Schrein hatte Chao Dara Rasmi, Gemahlin von König Chulalongkorn, 1915 nach einem Besuch des Berges in Auftrag gegeben. In dem Schrein ist die Asche ihres Vaters, König Inthanon, beigesetzt. Inthanon war von 1870 bis 1897 siebter regierender König von Chiang Mai. Dem König zu Ehren errichteten die thailändischen Luftstreitkräfte im Jahr 1975 eine kleine Chedi. Der bröckelnde Schrein selbst wurde am 20. Mai 1986 gegen einen neuen ausgetauscht. Von hier aus führt der Weg wieder ein kleines Stück bergab zum Visitor Center mit Cafeteria, Getränke- und Souvenirshop.

Abhängig von der Jahreszeit ist es ratsam, bei einer Tour zum Doi Inthanon warme Kleidung im Gepäck zu haben. Im Januar beispielsweise liegen die Temperaturen morgens bei nur drei Grad Celsius. Aufgrund des kühlen bzw. gemäßigten Klimas ähnelt die Vegetation auf dem Doi Inthanon der mitteleuropäischer Länder. Denn neben tropischen Gewächsen wachsen hier u. a. auch Eichen, Kiefern, Moose (s. B. Sphagnum Moos) und Rhododendron-Büsche (Rhododendron arboretum und Rhododendron ludwigianum).

Ang Ka Trail, Doi Inthanon

Ang Ka Trail, Naturlehrpfad auf dem Doi Inthanon

Auf die Besonderheiten der Pflanzenwelt weist auch der 360 Meter lange Naturlehrpfad Ang Ka Trail hin. Ang Ka ist Thai, bedeutet so viel wie Krähen-Teich und gilt als das höchst gelegnene Feuchtgebiet Thailands. Der Naturlehrpfad führt über schmale Holzstege und beginnt gleich vis-à-Vis des Visitor Centers. Entworfen wurde er von Michael MacMillan Walls, einem kanadischen Biologen, der später auf dem Berg an einem Herzinfarkt starb. Neben Rhododendren und wilden Orchideen sind am Ang Ka Trail auch einige seltene Vogelarten zu sehen.

Hier ein Überblick über die Sehenswürdigkeiten im Doi Inthanon Nationalpark:

Königs- und Königin-Pagode

Königliche Pagode, Doi Inthanon

Königliche Pagode auf dem Doi Inthanon

Eine Fahrt auf den Gipfel des Doi Inthanon führt an den beiden königlichen Pagoden Phra Maha Dathu Nabha Metaneedol und Nabhapol Bhumisiri vorbei. Sie wurden von der thailändischen Air Force anlässlich der 60. Geburtstage des inzwischen verstorbenen König Bhumibols (1987) und Königin Sirikits (1992) errichtet.

Die Chedis stehen am Hang inmitten eines Parks mit Blumenbeeten und künstlichem Wasserfall. Hier, in einem für Thailand ungewöhnlich kühlen Klima, gedeihen auch europäische Frühlingsblüher wie Stiefmütterchen und Petunien. In den Pagoden, zu denen moderne Rolltreppen hinaufführen, werden Reliquien Buddhas aufbewahrt. Sehenswert sind die Buddha-Statuen aus Jade im Inneren der Pagoden. Der Eintritt zu den Chedis kostet 30 Baht (75 Cent) pro Person und beinhaltet einen kostenlosen Shuttle zum Parkplatz.

Markt in Baan Khun Klang

Das Hmong-Dorf Baan Khun Klang liegt an der Straße 1095 (Fahrtrichtung Chiang Mai) und nur wenige Kilometer von den königlichen Pagoden entfernt. Sehenswert ist der Markt, auf dem verschiedene Bergstämme Gemüse, Kräuter, Kunsthandwerk und getrocknete Früchte verkaufen. Darunter auch "exotische" Obstsorten wie Erdbeeren, Äpfel und Weintrauen, die in dieser Region Thailands nur aufgrund des hier vorherrschenden gemäßigten Klimas gedeihen können. Dass am Doi Inthanon mittlerweile Obst und Gemüse statt Opium angebaut werden, ist das Verdienst landwirtschaftlicher Projekte, die Ende der 70er-Jahre auf Initiative des Königshauses hin entstanden. Seitdem ist man auch bemüht, Alternativen zur Brandrodung zu entwickeln und die Wälder zu schützen.

Royal Agricultural Station Inthanon

Royal Agricultural Station Inthanon

Royal Agricultural Station Inthanon

Das königlich landwirtschaftliche Projekt mit der Bezeichnung "Royal Agricultural Station Inthanon" liegt nur wenige Autominuten von Baan Khun Klang (s. o.) entfernt. König Bhumibol gründete es 1979. Auf dem weitläufigen Gelände an den Berghängen des Doi Inthanon werden Blumen, Obst- und Gemüsesorten aus Europa gezüchtet. So gedeihen hier im Freiland und in Gewächshäusern unter anderem Geranien, Fuchsien, Erdbeeren, Karotten, Kürbisse und Tomaten. Ein Teil der Saat wird an die rund 500 Karen- und Hmong-Familien in der benachbarten Umgebung verteilt.

Der Eintritt für die "Royal Agricultural Station Inthanon" kostet 20 Baht (50 Cent) pro Person. Für Besucher, die länger bleiben wollen, stehen Unterkünfte zur Verfügung.

Vachiratharn Waterfall (Wachirathan Waterfall)

Einer der meist besuchten Wasserfälle im Doi Inthanon Nationalpark ist der Vachiratharn Waterfall (auch Wachirathan oder Khongyong Wasserfall). Er liegt 750 Meter über dem Meeresspiegel und fällt aus einer Höhe von rund 70 Metern in die Tiefe. Am Wasserfall gibt es einen kleinen, sehr schönen Rundweg, einen Campingplatz sowie ein Barbecue-Restaurant. Unbedingt empfehlenswert: das Chicken-Barbecue mit Chilisoße und scharfem Papaya-Salat.

Lamphun

Glockenturm, Wat Hariphunchai, Lamphun

Glockenturm im Wat Hariphunchai in Lamphun

Die Provinzhauptstadt Lamphun liegt etwa 20 Kilometer südlich von Chiang Mai. Sie wurde im Jahr 660 von den Mon gegründet und um 1000 Zentrum des Khmer-Königreichs Hariphunchai. Etwa 100 Jahre war Hariphunchai ein Vasallenstaat Angkors, wurde dann aber weitgehend unabhängig. Die Unabhängigkeit endete 1283 mit der Eroberung durch König Mengrai, Herrscher des Lanna-Reiches. 1873 erhielt die Stadt Lamphun ihren heutigen Namen.

Lamphun ist ein ruhiges Städtchen mit einigen sehenswerten Tempeln und schönen Märkten. Hauptanziehungspunkt für Touristen ist der Wat Phra That Hariphunchai mit einer 46 Meter hohen goldenen Chedi. Der Tempel liegt inmitten der Altstadt und heißt mit vollständigem Namen Wat Phra That Hariphunchai Wara Maha Viaharn. Er wurde im Jahr 1157 auf dem Gelände des ehemaligen Königspalastes errichtet. Seine heutige Gestalt erhielt er im 15. Jahrhundert durch König Tilokarat. Dieser ließ 1448 auch die goldene Chedi errichten. Der neunstufige Schirm, der aus 68 Kilogramm Gold bestehen soll, wurde allerdings erst Anfang des 19. Jahrhunderts durch König Kawila hinzugefügt.

Eine weitere Sehenswürdigkeit auf dem Tempelgelände ist der Hor Rakhang (Glockenturm), der einen Gong von etwa zwei Metern Durchmesser aus dem Jahr 1864 beherbergt. An der Nordmauer befindet sich auch die Suwanna Chedi (siehe Foto), eine Kopie der Mahapol Chedi aus dem Wat Chamadevi, der etwa einen Kilometer westlich des heutigen Stadtzentrums von Lamphun liegt.

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