Die reizvolle Landschaft Nordthailands ist durch zahlreiche Bergketten und Flusstäler geprägt. Der höchste Berg in der Region ist der Doi Inthanon (2565 m). Zu den wichtigsten Flüssen zählen der Yom, Ping, Wang und Nan. In den nördlichen Bergregionen ist es meist kühler als in anderen Teilen Thailands. In der kühlen Jahreszeit von Ende Oktober bis Anfang März liegt die Tagestemperatur im Norden bei durchschnittlich 21 Grad Celsius. Nachts kann es bis zum Gefrierpunkt abkühlen. Dennoch gelten diese Monate bei Europäern als beliebteste Reisezeit, da die Temperaturen ab März bis auf über 30 Grad ansteigen. Regenzeit in Nordthailand ist in den Monaten Juni bis Ende Oktober.
Die Geschichte Nordthailands ist im Wesentlichen die des Königreichs Lan Na (Lanna). Im 15. Jahrhundert beherrscht Lan Na den gesamten Norden. Später prägen die Kriege zwischen Thai und Birmanen die Geschichte der Region. Die Lage beruhigt sich erst wieder mit dem Fall von Siams alter Hauptstadt Ayutthaya im Jahr 1767. Als abhängiges Königreich muss Lan Na dem König in Bangkok Tribut bezahlen. 1892 wird Lan Na als Verwaltungseinheit Monthon Phayap ein Teil Siams. Heute ist Nordthailand in 17 Provinzen aufgeteilt (siehe Karte). Diese sind: Chiang Mai, Chiang Rai, Kamphaeng Phet, Lampang, Lamphun, Mae Hong Son, Nakhon Sawan, Nan, Phayao, Phetchabun, Phichit, Phitsanulok, Phrae, Sukhothai, Tak, Uthai Thani und Uttaradit.
Akha mit Kind. © Digitalpress - Fotolia.com
Im Norden von Thailand leben zahlreiche Bergstämme. Die ersten wanderten vor etwa 150 Jahren aus China über Laos und Myanmar (Burma) nach Nordthailand ein. Bei den Bergvölkern sind zwei Gruppen zu unterscheiden: die sino-tibetische und der austro-asiatische Gruppe. Zur erst genannten gehören die Karen, Meo, Lahu, Lisu, Akha und Yao; zur letzt genannten die Lawa, Thin, Khamu, Mlabri und Palong.
Alle Stämme haben ihre eigene Sprache und Kultur. Ihren Lebensunterhalt bestreiten die Bergstämme in der Regel durch Landarbeit und den Verkauf von Souvenirs an Touristen. Obgleich der Anbau von Opium in Thailand streng verboten ist, bauen einige Bergvölker in schwer zugänglichen Regionen noch immer Schlafmohn an.
Goldenes Dreieck, die Städte Chiang Mai und Chiang Rai, Reisfelder und Teeplantagen – Nordthailand ist beeindruckend, eine Rundreise in jedem Fall lohnenswert. Nordthailand-Rundreisen werden für jeden Geschmack und von unterschiedlicher Dauer angeboten. So gibt es Kurztouren von drei bis vier Tagen, klassische Rundreisen, Soft-Adventure- und Trekking-Touren oder auch so genannte Elefantenspecials.
Wir haben uns im Februar 2008 für die siebentägige klassische Rundreise von Chiang Mai zum Goldenen Dreieck entschieden (Route siehe Karte). Gebucht bei Siam Sun als private Tour für zwei Personen mit einem deutschsprachigen Führer. Der Preis von 420 Euro p. P. schließt neben Fahrten im Minivan sämtliche Übernachtungen in normalen bis gehobenen Mittelklassehotels ein, Elefanten-Trekking, Flussfahrten, Verpflegung etc. Hier der Reiseablauf in Kurzform:
Eine weitere Rundreise führte uns im Januar 2009 in den Nordwesten von Thailand. Die auf unsere Wünsche abgestimmte viertägige Tour nach Pai und Mae Hong Son sowie zum Doi Inthanon (siehe Karte) kostete bei Siam Sun 260 Euro pro Person. Auch hier handelte es sich um eine Privatreise für zwei Personen, die von einem deutschsprachigen Führer begleitet wurde. Hier der Reiseablauf:
Die einzelnen Stationen der beiden Rundreisen werden auf den folgenden Seiten ausführlich dargestellt. Klickt hier für Chiang Mai, Chiang Rai, Goldenes Dreieck, Pai - Mae Hong Son und Doi Inthanon.