Open Water Diver: Tauchkurs auf Koh Lanta

Open Water Diver, Tauchkurs, Thailand

Vorbereitung für den ersten Tauchgang

Angst vor dem Tauchen - Ein paar Worte vorweg

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An dieser Stelle schildere ich den Ablauf des Anfänger-Tauchkurses Padi Open Water Diver, den ich an insgesamt vier Tagen bei der Tauchschule Atlantis auf Koh Lanta absolviert habe. Zunächst Dank an Marco, Tatjana und Barbara für den erstklassigen Unterricht und die Geduld mit einer überaus schwierigen Schülerin. Schwierig deshalb, da ich - wie manch anderer auch – zunächst Angst vor dem Tauchen und Panik unter Wasser hatte. Dies führte 2004 leider auch zum Abbruch meines ersten vorangegangenen Tauchkurses in Khao Lak.

Was geht einem ängstlichen Menschen durch den Kopf, wenn er sich das erste Mal mit voller Ausrüstung unter Wasser begibt? Angst, der Lungenautomat könne versagen und er muss ertrinken. Angst, er komme mit all dem schweren Gerät nicht wieder an die Wasseroberfläche. Angst, er müsse unter Wasser husten, bekomme Wasser in die Lunge und würde ersticken. All das waren auch meine Ängste, als ich 2004 in Khao Lak das erste Mal im Pool abtauchte und nach wenigen Minuten in Panik nach oben schoss. Anschließend brach ich den Kurs ab.

Vier Jahre sollten vergehen, bis ich es auf einen neuen Versuch ankommen ließ und mich ein zweites Mal für den Padi Open Water Diver anmeldete. Dank meiner Tauchlehrerin und dem Buch "Tauchen ohne Angst" von Monika Rahimi bestand ich dieses Mal den Kurs und habe meine Ängste weitgehend überwunden. Denn ich habe gelernt: Ein defekter Lungenautomat bedeutet nicht gleich Tod, und Husten unter Wasser ist überhaupt kein Problem.

Erst mal Schnuppertauchen - Schauen, wie es ist

Schnuppertauchen, Koh Lanta

Schnuppertauchen vor Koh Ha: Der Absprung

Wenn ihr unsicher seid und nicht wisst, ob ihr Spaß am Tauchen habt oder zu Panik neigt, ist es ratsam, zunächst einen Schnuppertauchgang zu buchen. Eure Tauchlehrerin oder euer Tauchlehrer nimmt euch beim so genannten Discovery Scuba Diving unter Wasser in der Regel an die Hand und sorgt in jedem Fall dafür, dass ihr richtig tariert seid.

Nach meinem wegen Panik gescheiterten ersten Tauchkurs in Khao Lak war der Schnuppertauchgang zudem die beste Möglichkeit herauszufinden, ob ich meine Ängste überwinden kann. Da beim Schnuppertauchen vor Koh Ha alles gut ging, ich sogar einigermaßen ruhig blieb, als ein Schiff über uns hinweg fuhr, waren die größten Hürden genommen.

Vorbereitung auf den Padi Open Water Diver

Nach dem Schnuppertauchgang vergeht ein weiteres Jahr, bevor ich mich erneut zum Padi Open Water Diver anmelde. Diesmal auf Koh Lanta bei der Tauchschule Atlantis. Etwa sechs Wochen vor meiner Abreise beginne ich mit meinen Vorbereitungen für den Tauchkurs. Ich lese das Buch "Tauchen ohne Angst" von Monika Rahimi. Eine absolut empfehlenswerte Lektüre nicht nur für Menschen mit Angst vor dem Tauchen. Da es in dem Buch vorrangig um „natürliches Atmen" und Tarierung geht, dürfte es sicher auch eine Bereicherung für manch fortgeschrittenen Taucher sein. Anschließend arbeite ich das "Open Water Diver Manual" durch. So fahre ich - zumindest im Hinblick auf die Theorie - bestens vorbereitet nach Koh Lanta.

Der Open Water Diver bei "Atlantis"

Ausschlaggebend für die Wahl der ehemaligen Tauchschule "Atlantis" auf Koh Lanta war zum einen, dass es sich um eine deutschsprachige Tauchschule handelte. Zum anderen bot "Atlantis" den Padi Open Water Diver bei Bedarf auch an vier statt an nur drei Tagen an. Ein Zeitfenster, das Schülern ausreichend Gelegenheit bietet, sämtliche Übungen mehrfach zu wiederholen. Theorie und Pool-Tauchgänge führte "Atlantis" unter anderem im Resort Lanta Palace * am Klong Nin Beach durch. Das Schwimmbecken dort ist zwar nicht besonders groß und tief, zum Lernen jedoch ausreichend.

Im Unterschied zu der Tauchschule in Khao Lak, bei der ich mich 2004 erstmals zum Open Water Diver angemeldet hatte, gab man sich bei "Atlantis" alle Mühe, eine für mich passende Ausrüstung zusammenzustellen. Während in Khao Lak Anzug, Flossen und Weste nach Augenmaß ausgesucht wurden und letztendlich viel zu klein ausfielen, wurde bei "Atlantis" so lange probiert, bis jedes Stück passte.

Inklusive Lehrmaterial und Gebühren habe ich für den Padi Open Water Diver bei "Atlantis" 13.900 Baht (rund 345 Euro) bezahlt.

Pool-Tauchgänge: Maske abnehmen und ausblasen

Open Water Diver, Pool-Tauchgang

Vorbereitung auf erste Übungen im Pool

Nachdem ich die die ersten Padi-Videos gesehen und einige Theorie-Fragen schriftlich beantwortet habe, beginnen im Pool vom Lanta Palace die praktischen Übungen. Meine Tauchlehrerin Barbara lässt mir zunächst ausreichend Zeit, ein Gefühl für das Atmen unter Wasser zu entwickeln. Dann die erste Übung und für mich ein erster Härtetest: Maske fluten und ausblasen. Doch das Ausblasen klappt wider Erwarten reibungslos.

Weitaus mehr Schwierigkeiten habe ich bei der zweiten Übung: Maske abnehmen, wieder aufsetzen und anschließend ausblasen. Nichts oder nur wenig unter Wasser sehen zu können, bereitet mir großes Unbehagen. Doch hilft es, diese Übung möglichst oft zu wiederholen und sich an die eingeschränkte Sicht unter Wasser zu gewöhnen.

Übung Nummer zwei: Lungenautomat wieder erlangen

Weitaus unangenehmer, als die Maske unter Wasser abzusetzen, ist die Übung "Lungenautomat wegwerfen und wieder erlangen". Ich atme erst mehrere Male tief ein, bis ich mich traue, den Automaten aus dem Mund zu nehmen und loszulassen. Bei meinem ersten Versuch, diesen wiederzuerlangen, reagiere ich hektisch, greife immer wieder um mich, ohne den Schlauch zu fassen zu bekommen. Meine Tauchlehrerin nimmt schließlich meine Hand, führt sie an meinem Bein entlang hinter den Rücken, bis ich den Automaten wiederfinde. Nach mehrfachem Wiederholen klappt dann auch diese Übung reibungslos.

Übung Nummer drei: Tarieren lernen

Das Schwierigste für einen Anfänger dürfte wohl das Tarieren unter Wasser sein. Auf den Flossenspitzen stehen und dabei das Gleichgewicht behalten? Für mich ein zunächst unerreichbares Ziel. Während meine Tauchlehrerin bewegungslos über dem Boden des Pools schwebt, purzele ich von links nach rechts und umgekehrt. Mal sinke ich auf den Grund, mal ragt mein Kopf fast wieder aus dem Wasser. Nach diesem und weiteren Tauchgängen geht das Tarieren zwar schon etwas besser, bedarf aber über den Tauchkurs hinaus noch zahlreicher praktischer Übungen.

Die Freiwasser-Tauchgänge

Open Water Diver, Koh Lanta

Alles klar zum ersten Freiwasser-Tauchgang

Nach zwei Tagen Theorie und Übungen im Pool geht es am dritten Tag mit dem ersten Freiwasser-Tauchgang weiter. Abgetaucht wird am Seil. Nachdem der Druck in meinen Ohren nachgelassen hat, genieße ich das berauschende Erlebnis, Stück für Stück in die Tiefe zu gleiten. Einzutauchen in diese bunte, ganz eigene Welt.

Bei etwa zwölf Metern am Grund des Meeresbodens angelangt, lässt mir meine Tauchlehrerin Barbara zunächst Zeit, „Luft zu holen", mich an das Unter-Wasser-Sein zu gewöhnen und mich in Ruhe umzuschauen. Anschließend werden Übungen wiederholt: Maske absetzen und ausblasen, Lungenautomat wieder erlangen und tarieren. Ich versuche, die Mengen Wasser über mir zu verdrängen und gaukle mir vor, ich säße im nur 2,30 Meter tiefen Swimmingpool. So erledige ich die Übungen halbwegs problemlos.

Dann geht es los. Wir gleiten über Korallen, schwimmen durch Fischschwärme, beobachteten eine Seeschlange und einen Braunbandlippenhai.

Ungewollt nach oben: Angst nach Zwischenfall

Bei meinem dritten Tauchgang kommt es zu einem Zwischenfall, der erneut Ängste in mir auslöst. Ich verspüre einen Hustenreiz und huste in den Automaten. Was auch problemlos vonstatten geht. Allerdings muss ich mich anschließend mit Luft so vollgepumpt haben, dass ich wie eine Rakete nach oben schieße. Meine Tauchlehrerin reagiert auf der Stelle, schwimmt mir hinterher und zieht mich kurz vor dem Auftauchen wieder hinab in die Tiefe. Abgesehen von der Gefahr einer Lungenüberdehnung hätte es bei einem unvorhergesehen schnellen Auftauchen auch zu einem Unfall mit einem der vielen Boote über uns kommen können.

Doch ehe ich dazu Zeit habe, mir auszumalen, was noch alles hätte passieren können, setzen wir unseren Tauchgang am Riff entlang fort. Wir begegnen einer Schildkröte und sehen einen Strahlenfeuerfisch. Ich bin wieder ganz bei der Sache und fasziniert von den schillernden Farben der Unterwasserwelt.

Letzte Prüfung: Abschluss des Tauchkurses

Open Water Diver, Koh Lanta

Tauchkurs bestanden

An diesem Vormittag bin ich bereits 18 Meter tief getaucht und habe mein Brevet beinahe in der Tasche. Während der Oberflächenpause folgt an Bord die Theorieprüfung, die ich erfolgreich abschließe.

Meinen vierten und letzten Freiwasser-Tauchgang beende ich mit dem "Kontrollierten Notaufstieg". Eine Übung, bei der man aus einer Tiefe von etwa sieben bis fünf Metern unter ständigem Ausatmen auftaucht. Das geht relativ einfach, da sich beim Aufstieg die Luft in der Lunge ausdehnt und für den Weg nach oben völlig ausreichend ist.

Wieder zurück auf der Tauchbasis, erhalte ich meinen Tauchschein und bin stolz, den Kurs trotz der anfänglichen Angst geschafft zu haben. Grund genug, ausgiebig zu feiern.

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