Koh Ngai | Ko Hai - Tauchen, Touren, schnorcheln

Taucherin, Thailand

Tauchen bei Koh Ngai

Koh Ngai | Ko Hai - Dschungel-Wanderung zur Südküste

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Koh Ngai (auch Ko Hai) ist eine reine Badeinsel. Außer Strandspaziergängen und einer etwa 30-minütigen Dschungelwanderung von der Ost- zur sehr schönen Südseite bzw. umgekehrt lässt sich auf der Insel nicht viel unternehmen. Dafür ist Koh Ngai guter Ausgangspunkt für Tauch-, Schorchel- und Kajaktouren sowie zum Insel-Hopping. Hier ein Überblick über die beliebtesten Aktivitäten und Touren auf und rund um die Insel Koh Ngai.

Der beste Zeitpunkt für die etwa 30-minütige Dschungelwanderung von der Ost- zur Südseite von Koh Ngai ist bei Flut. Denn so könnt ihr nach dem schweißtreibenden Marsch an der Südküste sowohl schwimmen als auch schnorcheln. Für die Wanderung empfiehlt es sich, ausreichend Sonnenschutzcreme, Wasser und Anti-Mücken-Lotion im Gepäck haben.

Der Weg zur Kauntong (auch Kaun-Tong) und zur Mung Bay an der Südküste von Koh Ngai beginnt am Thanya Resort. Von der Beach Bar aus kommend, durchquert ihr die Bungalowanlage und lauft den Weg hinauf auf den Hügel. Bei den Wellblechhütten angelangt, steigt ihr über das blaue Plastikrohr und sucht im Dschungel den schmalen, beinahe zugewachsenen Trampelpfad. Ein Schild weist nun den Weg weiter durchs Dickicht. Hilfe beim weiteren Aufstieg bietet ein bereit liegendes Seil. Oben auf dem Hügel angekommen, geht es gleich wieder bergab und weiter durch den Regenwald. Nach etwa einer Viertelstunde gabelt sich der Weg. Linker Hand geht’s zur Mung Bucht (Ao Mung), rechter Hand zur Kauntong (auch Kaun-Tong) Bay.

Kauntong Beach, Koh Ngai

Der Kuontong Strand an der Südküste

Wählt ihr zunächst den Weg Richtung Kauntong Bucht, erreicht ihr nach circa zehn Minuten eine Kokos-Plantage. An der Weggabelung folgt ihr dem Schild "Way to the Beach (Private Property)". Nach weiteren zehn Minuen Fußweg habt ihr die Kauntong Bay mit ihrem 500 Meter langen, schönen, weißen Sandstrand erreicht. Hier ist das Wasser kristallklar, das Riff in Strandnähe leider ziemlich beschädigt.

Auf dem Rückweg zur Ostküste der Insel lohnt ein Abstecher zum etwa 300 Meter langen Mung Strand. Von der oben beschriebenen ersten Weggabelung aus sind es nur etwa drei Gehminuten bis zu der schönen, einsamen Bucht. Ao Mung ist ein reiner Naturstrand mit Palmen und Mangroven.

Tauchen mit den Rainbow Divers

Auf Koh Ngai gibt es zwei Tauchbasen, eine deutsch- und eine englischsprachige. Die beliebtere von beiden dürfte die deutsche Tauchschule der Rainbow Divers sein. Sie besteht bereits seit 1995 und befindet sich auf dem Gelände des Koh Hai Fantasy Resorts. Geöffnet ist jedes Jahr von Anfang November bis Mitte April. Angeboten werden alle Padi-Kurse, vom Open Water Diver (OWD) bis zum Divemaster. Das Equipment ist tip-top in Ordnung, Anzüge und Jackets sind wie neu. Getaucht wird in kleinen Gruppen, auf Sicherheit wird großen Wert gelegt.

Einziger Wermutstropfen: Das Tauchen bei den Rainbow Divers ist nicht gerade preiswert. Wer keine eigene oder nur eine geringfügige Ausrüstung besitzt, bezahlt für einen Bootstrip mit zwei Tauchgängen rund 4.100 Baht (102 Euro). Ab zehn Tauchgängen gibt's zehn Prozent Rabatt, allerdings nicht auf die Bootsmiete (26 Euro) und die Eintrittsgebühren für den Marinepark. Bezahlen könnt ihr bar in Euro oder Baht oder auch mit Kreditkarte. Travellerchecks werden nicht angenommen.

Zu den Tauchplätzen, die die Rainbow Divers ansteuern, zählen unter anderem Koh Rok Nai und Koh Rok Nok, die Inselgruppe Koh Ha (auch Ko Haa), Hin Nok, Hin Daeng und Hin Muang. Viele Touren sind auch für Schnorchler geeignet. Das doppelstöckige Tauchtourenboot gehört dem Koh Hai Fantasy Resort und wird von den Rainbow Divers lediglich gechartert. Daher wird Tauchern und Tauchschülern anteilig Bootsmiete abverlangt. Das Schiff ist bestens in Schuss und verfügt über ein Sonnendeck mit Liegestühlen.

Die Tauchplätze

Muräne

Muräne, Koh Hai. Foto: Heike Michels

Koh Ha (auch Ko Haa): Die Inselgruppe Koh Ha liegt gut zwei Bootsstunden von Koh Ngai entfernt. Hier gibt es unter anderem Geisterpfeifenfische, Rotfeuerfische, Schildkröten, Zackenbarsche und Seeschlangen.

Für den Tauchplatz Koh Ha Yai sind Hartkorallen und Felsen typisch. Zudem gibt es drei Kathedralen, von denen die größte einen Durchmesser von 40 Metern hat. Die beiden anderen sind durch einen circa drei Meter breiten Übergang miteinander verbunden. Highlight des Tauchplatzes Ko Ha eins ist ein Kamin auf 14 Metern. Der Durchmesser am unteren Ende beträgt rund vier Meter, am oberen Ende etwa zwei Meter.

Im Lunapark bei Koh Waen gibt es Weich- und Hartkorallen sowie zerklüftete Felsen mit kleinen Durchgängen. An einer Felsengrotte ist des Öfteren ein etwa drei Meter langer Leopardenhai zu beobachten.

Koh Rok: Bei Koh Rok Nai befindet sich auf 15 Metern ein Plateau mit einer schönen Felsenlandschaft, Hart- und Weichkorallen sowie Anemonen. Die Sichtweite beträgt etwa 20 Meter, die Tauchtiefe liegt bei ebenfalls 20 Metern. Schön anzusehen sind an diesem Tauchplatz die zahlreichen Fischschwärme. Koh Rok Nok hingegen zeichnet sich durch Felsquader und Sandbänke aus. Auch hier gibt es viele Schwarmfische und Muränen. Die Tauchtiefe liegt bei 15 bis 18 Metern.

Hin Daeng: Hin Daeng liegt mitten im Meer und ist lediglich an zwei, etwa ein Meter hohen Felsen zu erkennen. An einer mit Korallen bewachsenen Wand geht es steil hinunter. Charakteristisch für diesen Tauchplatz ist ein Plateau mit Felsblöcken. Zu sehen gibt es Muränen, Rotfeuerfische und Großfisch. Achtung Strömungen!

Hin Muang: Hin Muang liegt wie Hin Daeng ebenfalls mitten im Meer und ist nur durch eine Boje markiert. Abgetaucht wird an einem etwa zehn Meter langen Seil. Anschließend gelangt ihr in einen Canyon, der zu beiden Seiten von zwei großen, mit Weich- und Hartkorallen besetzten Felsen flankiert wird. Hin Muang ist bekannt für seine Mantarochen. Auch Walhaie wurden hier gesichtet.

Schnorcheltouren und Ausflüge zur Emerald Cave

Sämtliche Resorts auf Koh Ngai * bieten Schnorcheltouren und Ausflüge zu den Nachbarinseln an. Beliebte Schnorchelreviere sind Koh Ma (auch Ko Maa), Koh Cheuk, Koh Kradan und Koh Rok. Aber auch das östliche Ende der Südküste von Koh Ngai eignet sich bestens zum Schnorcheln. Empfehlenswert ist außerdem ein Ausflug zur Emerald Cave auf Koh Mook (auch Ko Muk). Wer an einem Tag (fast) alles unter einen Hut bringen will, ist mit einer so genannten Four Islands Tour am besten bedient. Diese buchten wir für 900 Baht (ca. 22,50 Euro) im Koh Hai Fantasy Resort *. Hier ein Tour-Bericht:

Four Islands Tour - Ein Reisebericht

Speedboat, Koh Kradan

Das Ausflugsboot des Fantasy Resorts

Die Schnorcheltour zu insgesamt vier Nachbarinseln von Koh Ngai (einschließlich eines Besuches der Emerald Cave auf Koh Mook) startet pünktlich um 10.30 Uhr am Strand vor dem Koh Hai Fantasy Resort. An Bord des Hotel-eigenen Speedbootes sind an diesem Tag der Kapitän, ein Guide sowie acht Tourgäste.

Erster Stopp ist vor der Insel Koh Ma, die nur wenige hundert Meter von Koh Ngai entfernt liegt. Wir ziehen Flossen, Maske und Rettungsweste über und springen zum Schnorcheln ins Wasser. Zu sehen gibt es Korallen, Schwarm- und Anemonenfische sowie verschiedene Arten Nacktschnecken. Da für die Kinder die Strömung an diesem Tag zu stark ist, verkürzen wir unseren Schnorcheltrip auf etwa 20 Minuten.

Zwischenstopp auf Koh Kradan

Weiter geht’s nach Koh Kradan. Auch hier begeben wir uns zum Schnorcheln ins glasklare, türkisblaue Wasser. Die Sichtweite beträgt 15 bis 20 Meter. Wir erfreuen uns an den unzähligen bunten Fischen und vielen Nacktschnecken. Nach unserem Schnorchelgang macht das Boot unter schattigen Bäumen am Paradise Beach, dem Hauptstrand von Koh Kradan, fest. Zeit fürs Mittagessen. Unser Guide verteilt Lunch-Boxen mit Eierreis und Hühnerfleisch. Wir haben eineinhalb Stunden Aufenthalt auf Koh Kradan und nutzen die Zeit für einen kurzen Strandspaziergang. Übrigens wird das Naturparadies Koh Kradan auch Insel der Liebe genannt, denn hier sollen die schönsten Unterwasserhochzeiten in ganz Thailand gefeiert werden.

Der Sand am Paradise Beach ist leicht bräunlich und weist leichte Spuren von Muschelkalk und Korallensplittern auf. Der gesamte Strand wird von Bäumen gesäumt, deren Äste stellenweise bis ins Wasser hinein hängen. Am Paradise Beach gibt es drei größere Hotelanlagen, von denen das Seven Seas Resort * (ab 80 Euro pro Nacht) das komfortabelste und schönste am Platz ist. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das Koh Kradan Paradise Resort und wenige hundert Meter weiter nördlich - ebenfalls direkt am Strand gelegen - das Kradan Island Beach Resort * (ab 20 Euro).

Besuch der Emerald Cave auf Koh Mook

Emerald Cave, Koh Mook, Thailand

Der Eingang zur Höhle ist ein schmaler Felsspalt

Nach unserem kurzen Erkundungsspaziergang begeben wir uns wieder aufs Boot und fahren rund sechs Kilometer hinüber nach Koh Mook (auch Ko Muk). Unser Speedboot wird direkt vor dem Eingang zur Emerald Cave (auch Marakot Cave oder Tam Nam) vertäut. Die Höhle gehört zum Hat Chao Mai Nationalpark. Sie wird Emerald Cave genannt, weil das Wasser im vorderen Teil der Höhle herrlich smaragdgrün schimmert.

Die Marakot Cave kann nur schwimmend besichtigt werden. Menschen mit Platzangst sollten die Tour bei Ebbe unternehmen, da die Höhle bei Flut recht eng wirkt. An diesem Tag springen wir bei Flut ins Wasser und passieren einen nur etwa 60 Zentimeter hohen Felsspalt, den Eingang zur Höhle. Im Inneren wird es um uns herum schnell dunkel, und unser Guide schaltet die Taschenlampe ein.

Wir schwimmen um mehrere Ecken und durchqueren die insgesamt 80 Meter lange und zwischen drei und fünf Meter breite Höhle. Bei Flut lässt sich an manchen Stellen mit ausgestreckter Hand die Decke berühren. Über unseren Köpfen schwirren unzählige Fledermäuse. Es riecht nach Fledermauskot. Am Ende der Höhle angekommen, gelangen wir durch einen Spalt wieder ins Freie und finden uns in einer Art Lagune wieder.

Das Wasser in der Lagune ist seicht, ein kleiner Sandstrand säumt das Ufer. Die etwa 400 bis 500 Quadratmeter große Lagune wird von hohen, dschungelartig bewachsenen Felswänden umschlossen und ist nach oben hin offen. Die Felsen werden von Langschwanz-Makaken bewohnt, hier und dort lassen sich in den Felswänden Fossilien entdecken. Über die Geschichte der Marakot Höhle klärt ein Schild am Strand auf: Wir erfahren, dass zunächst Einheimische und später Seepiraten die Höhle aufsuchten, um Schwalbennester in der Lagune zu rauben.

Ein Besuch der Emerald Cave ist in jedem Fall beeindruckend und absolut lohnenswert. Wer mit Kindern reist, sollte sie auf die Dunkelheit im Höhleninneren vorbereiten.

Schnorcheln an der Südküste von Koh Ngai

Anemonenfische, Clownfische

Zwei Anemonenfische. Foto: Heike Michels

Nach unserer Höhlentour halten wir noch ein letztes Mal zum Schnorcheln. Eigentlich sollte es nach Koh Cheuk gehen, doch steuert der Kapitän aufgrund des stärkeren Wellengangs die Südküste von Koh Ngai an.

Anders als an der Kauntong Bay (siehe oben) ist das Riff hier am äußersten Ostzipfel der Südküste voll intakt und das Schnorcheln ein Erlebnis. Gegen 15.30 Uhr legen wir wieder vor dem Koh Hai Fantasy Resort an und bedanken uns für die wirklich schöne und gut organisierte Tour.

Touren und Preise

Das Reisebüro im Koh Hai Fantasy Resort bietet jede Menge organisierte Touren an und verkauft Tickets für Fähren und Speedboote. Eine einfache Fahrt mit dem Expressboot nach Ko Lipe im äußersten Süden von Thailand beispielsweise kostet 1400 Baht (35 Euro), mit dem Speedboot sind es 1.600 Baht (40 Euro). Die oben erwähnte Four Islands Schnorchel-Tour (So., Mi. und Fr., 10.30 bis 15.30 Uhr) ist für 900 Baht (22,50 Euro) zu haben. Masken können für 50 Baht (1,25 Euro) pro Tag und Flossen für 70 Baht (1,75 Euro) ausgeliehen werden. Bei den meisten Ausflügen ist jedoch das Schnorchel-Equipment ebenso wie das Mittagessen im Preis enthalten. Wer lieber auf eigene Faust die Umgebung mit dem Kajak erkunden möchte, bezahlt für ein Zweier-Kajak 100 Baht (2,50 Euro) pro Stunde, für einen Dreisitzer 150 Baht (3,75 Euro).

Weitere organsierte Bootsausflüge führen zur Emerald Cave auf Koh Mook (Mo., Mi., Fr., So., 10.20 bis 12.30 Uhr, Preis: 500 Baht = 12,50 Euro), nach Koh Ma (Di., Do., Sbd., 10.30 bis 12 Uhr, Preis: 350 Baht = 8,75 Euro) und nach Koh Rok (Mo., Do., 11 bis 16 Uhr, Preis: 1.600 Baht = 40 Euro).

Island-Hopping mit Fähre und Speedboat

Koh Ngai eignet sich bestens als Ausgangspunkt zum Inselhüpfen. Am Pier auf der Ostseite der Insel halten die Fähren der Tigerline, die beispielsweise Koh Lanta, Koh Mook, Koh Lipe und Langkawi in Malaysia ansteuern. Zu nahe gelegenen Inseln und Trang auf dem Festland fahren auch Speed- und Longtailboote. Hier eine Übersicht über Fahrzeiten und Preise:

Koh Ngai – Pakmeng Pier (8 bis 8.30 Uhr), Preis 450 Baht (11,20 Euro); Koh Ngai – Koh Lanta mit der Fähre (15 bis 16.30 Uhr), Preis 500 Baht (12,50 Euro), mit dem Speedboot (11 bis bis 12.15 Uhr), Preis 700 Baht (17,50 Euro). Fähren nach Koh Phi Phi Don fahren um 13 Uhr ab Koh Lanta (Preis: 400 Baht = ca. 10 Euro, Fahrzeit: 1 Stunde). Abfahrt von Phi Phi nach Phuket ist mit der Fähre um 14.30 (Fahrzeit: 2 Stunden, Preis: 450 Baht = ca. 11,20 Euro).

Von Koh Lanta nach Ao Nang (Abfahrt 13.30 Uhr, Fahrzeit: 2 Stunden) kostet die Fahrt 470 Baht (ca. 11,70 Euro). Die Fähre nach Langkawi fährt von Koh Ngai um 11.30 Uhr ab und ist um 17.30 Uhr dort (Preis: 2.600 Baht = ca. 65 Euro). Nach Koh Lipe geht's um 11.30 Uhr, Ankunft dort ist um 15.30 Uhr (Preis: 1.400 Baht = ca. 35 Euro). Das Speedboot fährt von 13.30 bis 16 Uhr für 1.600 Baht (ca. 40 Euro) pro Person und Strecke.

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