
Sightseeing in Bangkok: Tempel-Wächter im Königspalast.
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Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Bangkok zählen vor allem die Tempel der Stadt. Mehr als 400 sind es an der Zahl. Große und berühmte Tempelanlagen sind zum Beispiel der Wat Phra Kaeo, der Wat Pho oder der Wat Arun. Die thailändische Metropole, deren Straßenbild von Wolkenkratzern, quirligen Geschäftsvierteln und Tausenden von Garküchen geprägt wird, lockt aber mit noch weiteren Sehenswürdigkeiten. Zu den Touristenmagneten zählen das Stadtviertel Chinatown, der Thewet Blumenmarkt und das Nationalmuseum.
Bangkok aus einem Hochhaus fotografiert.
Der offizielle Name Bangkoks lautet übrigens "Krung Thep Mahanakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Ayuthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udomratchaniwet Mahasathan Amon Piman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit". Das heißt auf Deutsch: „Stadt der Engel, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras, uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde".
Der alte Name Bangkoks gilt als der längste Ortsname der Welt. International ist für Thailands Hauptstadt jedoch der Name Bangkok gebräuchlich. Die Thais hingegen nennen ihre Hauptstadt meist Krung Thep ("Stadt der Engel"), eine verkürzte Form der offiziellen langen Bezeichnung.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks gehört sicherlich der Grand Palace, einst Königspalast, mit Thailands bedeutendstem Tempel, dem Wat Phra Kaeo. Er beherbergt einen Buddha aus Smaragd, die am meisten verehrte Buddhastatue Thailands. Beim Besuch des Tempels sollten Frauen ihre Schultern bedeckt halten - es gilt eine strenge Kleiderordnung. Der Wat Phra Kaeo wurde im Jahr 1782 unter Rama I. erbaut. Öffnungszeiten sind täglich von 8.30 bis 15.30 Uhr. Es empfiehlt sich jedoch, den Tempel am frühen Morgen zu besichtigen. Denn bereits gegen 10 Uhr ist am Eingang mit Warteschlangen zu rechnen. Zum Wat Phra Kaeo sowie zu anderen Sehenswürdigkeiten in Bangkoks Altstadt Rattanakosin gelangt ihr am besten mit dem Schiff. Expressboote verkehren auf dem Chao Phraya in relativ kurzen Zeitabständen. Vom Anleger Tha Tien Pier aus erreicht ihr den Palast in nur wenigen Minuten.
Zu sehen ist eine vielfältige Sammlung von Kunstgegenständen, die die Epochen von der thailändischen Bronzezeit bis zur Gegenwart dokumentieren. Geöffnet: 9 bis 16 Uhr, montags, dienstags, sonn- und feiertags geschlossen.
Der Zoo in Bangkok befindet sich in einem sehr schön angelegten Park neben der Royal Plaza. Zu sehen gibt es allerlei afrikanische und asiatische Säugetiere, Vögel und weitere Tierarten. Geöffnet: täglich 9 bis 18 Uhr.
Auf dem Thewet Blumenmarkt werden Orchideen aller Art sowie zahlreiche exotische Pflanzen verkauft. Der wohl schönste Blumenmarkt Bangkoks, wo ihr den Händlern beim Binden kunstvoller Sträuße und Gestecke zusehen könnt, befindet sich in der Thanon Luk Luang im Stadtteil Dusit.
Der Wat Arun, Tempel der Morgenröte, gehört mit seiner rund 80 Meter hohen Hauptchedi zu den Wahrzeichen von Bangkok. Das imposante Bauwerk liegt am westlichen Ufer des Chao Phraya gegenüber Wat Pho und Grand Palace. Der Tempel entstand um 1780 nach der Zerstörung von Ayutthaya, der einstigen Hauptstadt Siams. Namenspatronin war die indische Göttin Aruna, die Göttin der Morgenröte.
Wahrzeichen Bangkoks: der Tempel Wat Arun.
Die Chedi (Pagode)ist mit einem Mosaik verziert, das Abbildungen von Blumen, Dämonen und mystischen Figuren zeigt. Berichtet wird, dass beim Bau der Chedi die Keramikstücke für das Mosaik ausgegangen sein sollen und König Rama III. sein Volk aufgefordert habe, alles zerbrochene Porzellan abzuliefern. So besteht die Verzierung der mittleren Chedi aus zig Tausend Porzellanscherben. Der Wat Arun gehört zu den beliebtesten Fotomotiven Bangkoks, zumal er auch nachts angestrahlt wird. Zu erreichen ist der Tempel am besten mit einem der Expressboote, die auf dem Chao Phraya verkehren. Öffnungszeiten: 8 bis 17.30 Uhr.
Im 19. Jahrhundert war Bangkok von Kanälen (Khlongs) durchzogen, weshalb man die Stadt auch als „Venedig des Ostens" bezeichnete. Später wurden mit dem Straßenbau zahlreiche Khlongs zugeschüttet. Unverändert jedoch fließt der Chao Phraya, der „Fluss der Könige", durch Bangkok. Er hat eine Länge von insgesamt 370 Kilometern. Die Linienboote kosten nur wenige Baht und verkehren auf dem Fluss wie Taxen. Vom Wasser aus lassen sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Wat Pho, Königspalast und Chinatown erreichen. Anlegestellen gibt es auf beiden Seiten des Chao Phraya. Da die Boote jeweils nur kurz halten, heißt es zügig aufspringen.
Kopf des Liegenden Buddha im Wat Pho.
Die weitläufige Tempelanlage liegt im Zentrum der historischen Altstadt Bangkoks und nahe dem Königspalast. Der offizielle Name des Tempels lautet abgekürzt Wat Phra Chetuphon, Einheimische nennen ihn aber auch Wat Pho - nach seinem historischen Namen Wat Potharam. Der Tempel ist vermutlich bereits im 17. Jahrhundert gegründet worden. König Rama I. restaurierte und erweiterte die Anlage in den Jahren 1789 bis 1801 anlässlich der Gründung seiner neuen Hauptstadt Bangkok. Auch nachfolgende Herrscher setzten die Erweiterung fort. Besonderer Magnet für Touristen dürfte die 46 Meter lange und 15 Meter hohe mit Blattgold überzogene Statue eines liegenden Buddha sein, dessen Fußsohlen mit Perlmutt besetzt sind. Der Tempel ist zudem berühmt für die Lehre und Anwendung von Thai-Massagen.
Am einfachsten gelangt ihr mit einem der Expressboote zum Wat Pho. Nehmt den Chao Phraya River Express zum Tha Thien Pier. Anschließend geht ihr durch den Markt über die Straße. Der Tempel liegt direkt hinter der Kreuzung rechter Hand. Zur Linken befinden sich die Mauern des Grand Palace.
Der Wat Mahathat wurde im 18. Jahrhundert unter Rama I. errichtet und zählt zu den ältesten buddhistischen Tempelanlagen Bangkoks. Wat Mahathat liegt in der Altstadt von Bangkok (Rattanakosin) und nördlich des Großen Palastes am Sanam Luang. Der Tempel beherbergt die Mahachulalongkorn-Universität, eine der beiden wichtigsten buddhistischen Universitäten Thailands, sowie eine buddhistische Sonntagsschule für Kinder. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein Meditationszentrum, in dem auch Ausländer am Unterricht teilnehmen können. Besonders sehenswert sind die goldenen Buddha-Statuen unter den Arkaden im Innenhof des Tempels. Wat Mahathat ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. In der näheren Umgebung des Tempels findet ihr einen Markt für traditionelle pflanzliche Medizin.
Chinatown gehört mit zu den ältesten Stadtteilen Bangkoks und besteht seit gut 200 Jahren. Ursprünglich lag die erste chinesische Siedlung Bangkoks auf dem Gelände, auf dem heute der Wat Phra Kaeo steht. König Rama I. ließ die Chinesen jedoch weiter nach Süden umsiedeln, da er auf dem Areal seinen Palast und den Wat Phra Kaeo plante. Chinatown wird begrenzt von den Straßenzügen Songsawat im Osten, Charoen Krung im Norden, Chakraphet im Westen und Songwat im Süden.
Unterwegs in Bangkok: Straße in Chinatown.
Am besten erkundet ihr Chinatown mit seinen vielen schmalen Gassen und Läden zu Fuß. Die quirligste Geschäftsstraße des Viertels ist die Soi Wanit 1, auch als Sampeng Lane bekannt. Einst berühmt für ihre Opiumhöhlen und Bordelle, ist die Sampeng Lane heute vor allem eins: Einkaufsstraße. Gehandelt wird dort alles: chinesische Gewürze und Kräuter, Antiquitäten, Uhren und Bücher. Fast am Ende der Sampeng Lane gelangt ihr zu dem mehr als 200 Jahre alten Markt Talaat Kao. Der Eingang des Marktes ist mit chinesischen Ornamenten verziert. Wer allerdings empfindlich gegen Fischgeruch ist, sollte dem Markt fernbleiben.
Beim abendlichen Bummel durch Chinatown empfiehlt es sich, die dunklen und schmalen Gassen zu meiden. Auch ist es ratsam, Geld und andere Wertsachen möglichst am Körper tragen, da Diebstähle nicht auszuschließen sind.
Der Name "Khaosan Road" (auch Khao San Road) ist heute beinahe fast so bekannt wie Bangkok selbst. Die seit Anfang der 1980er-Jahre vor allem bei Rucksacktouristen beliebte Straße liegt im Zentrum von Bangkok nahe dem Viertel Banglamphu und etwa einen Kilometer nördlich des Grand Palace.
Bis König Bhumibol im Jahr 1982 beschloss, Bangkoks 200-jähriges Bestehen mit einem großen Fest zu feiern, galt die Khaosan Road als ganz normale Straße. Für die Feierlichkeiten ließ der König kräftig die Werbetrommel rühren, so dass sämtliche Bangkoker Hotels schnell ausgebucht waren. So kam es, dass viele Backpacker in die zentral gelegene Khao San Road auswichen, wo ansässige Thais spärlich eingerichtete Zimmer zu günstigen Preisen vermieteten.
Die Idee der Zimmervermietung erwies sich als so profitabel, dass in kürzester Zeit zahlreiche "Guesthouses" entstanden. Damit verbunden entwickelte sich auch schnell eine wachsende Infrastruktur: Billig-Reiseagenturen, Restaurants, Bekleidungsgeschäfte, Kunsthandwerks-, Platten- und Tattoo-Läden schossen wie Pilze aus dem Boden. Heute zählt die Khaosan Road zusammen mit Banglamphu zu den Hauptgeschäftsvierteln Bangkoks und ist Treffpunkt für Menschen aller Nationen.
Der nächste Aufschwung für die vergleichsweise kleine Straße kam Mitte der 90er-Jahre mit dem Film "The Beach"". Hier wurden die Anfangsszenen für den Hollywood-Streifen mit Leonardo diCaprio gedreht. Nachdem der Film in die Kinos gekommen war, wurde die Khaosan Road über Nacht berühmt. Längst zählt die Straße mit zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bangkoks und wird von zahlreichen Touristenunternehmen angesteuert.
Mit der neuen Klientel änderte sich jedoch auch das Straßenbild: Entstanden sind neue Restaurants und Nachtclubs, viele "Guesthouses" bieten jetzt auch Zimmer mit Aircondition an. Doch konnte sich die Khaosan Road bis heute ihren ursprünglichen Charme bewahren und ist noch immer erste Adresse für Rucksackreisende.
Eins der zahlreichen Hochhäuser in Bangkok.
Beim Landeanflug auf Bangkok bietet sich bereits ein erster atemberaubender Blick auf die Skyline der thailändischen Hauptstadt. Zig Stockwerke hohe Bürotürme, Banken, Hotels und Apartmenthäuser prägen das Stadtbild des modernen Bangkok.
Einen Panoramablick über Bangkok habt ihr vom „Bayoke II Tower" aus. Der Turm mit Büros, Restaurants und einem Hotel ist 343 Meter hoch und befindet sich nahe der Phetchaburi und Ratchaprarop Road. Gläserne Fahrstühle bringen euch zur rotierenden Aussichtsplattform im 85. Stockwerk. Wem dies nicht geheuer ist, kann auch auf einer verglasten Ebene im 77. Stock aussteigen. Die Fahrt kostet 4 Euro und beinhaltet ein Freigetränk in der „Sky Bar" im 84. Stock.
Der Lumpini Park ist die "grüne Lunge" Bangkoks und zählt zu den größten Grünanlagen in Thailands Metropole. Vor allem an den Wochenenden herrscht hier bunter Trubel. Familien kommen mit ihren Kindern zum Tretbootfahren und Picknicken, Jogger drehen ihre schweißtreibenden Runden, Schattenboxer und Karaoke-Sänger zeigen ihr Können. Wenn ihr im Lumpini Park das bunte Leben beobachten oder euch vom Stadtbummel oder Shoppen erholen wollt, nehmt am besten den Sky Train Station Sala Daeng.